Ski nordisch: Über 12 500 Meldungen für den 36. Engadin Skimarathon
publiziert: Donnerstag, 11. Mrz 2004 / 18:34 Uhr

Erneut über 12 500 Läuferinnen und Läufer sind für den 36. Engadin Skimarathon vom Sonntag gemeldet. Bei den 2165 Frauen führt der Sieg über Kristina Smigun und die frühere Marathon-Siegerin Julja Tschepalowa. Bei den Männern stehen Michail Botwinow und Jesus Gutierrez im Vordergrund.

Smigun hat zu Saisonbeginn mit vier Weltcupsiegen überzeugt.
Smigun hat zu Saisonbeginn mit vier Weltcupsiegen überzeugt.
Erfahrungsgemäss erhält das Feld der Männer beim Engadin Skimarathon in den letzten 48 Stunden vor dem Start noch bedeutende Aufwertungen. Bis zur Wochenmitte war dem bedeutendsten Schweizer Volkslanglauf bereits eine starke Besetzung sicher. Als Herausforderer einiger Weltcup-Spitzenläufer stellen sich die besten österreichischen Kombinierer mit dem zuletzt sehr starken Felix Gottwald an der Spitze. Sie messen sich auf einer für sie ungewohnten Streckenlänge mit den Spezialisten. Der "Engadiner" gilt zwar als Marathon, die Topographie ist aber nicht allzu anspruchsvoll. Immerhin garantiert die neue Streckenführung im Stazerwald (Moorschutz) eine etwas coupiertere und abwechslungsreichere Loipe. Zudem ist durch eine Flussverlegung im Bereich des Flugplatzes Samedan (Brücken) die Strecke etwas länger geworden.

In Abwesenheit des verletzten Vorjahressiegers Patrik Mächler -- wegen Rückenbeschwerden hat er die Saison längst beendet -- sind Michail Botwinow (Marathonsieger 1997) und Juan Jesus Gutierrez die meistgenannten Favoriten. Botwinow, Olympiazweiter 2002 über 30 km, hat zuletzt nur noch wenige Spitzenplätze im Weltcup aufgewiesen, so einen 10. Rang in Holmenkollen über 50 km. Der vor zwei Jahren überraschend in S-chanf siegreiche Gutierrez trat in diesem Winter nur selten im Weltcup an, siegte dafür aber im Pustertaler Marathon und im Rennen Toblach - Cortina.

Möglich, dass der taktisch gewiefte Markus Hasler auf den letzten Kilometern einen Coup versucht. Dem Liechtensteiner glückten in diesem Winter Top-Ten-Ergebnisse nicht im erwarteten Ausmass, weshalb er sich zur Teilnahme am Engadin Skimarathon entschloss. Hasler entschied den Dolomitenlauf in Lienz (Ö) für sich.

Von den Schweizern bestreiten Reto Burgermeister und der Skating-Spezialist Gion Andrea Bundi den Weltcup-Final in Pragelato. In den Vordergrund rückt so der vielseitige Christian Stebler, der von der ganzen Mannschaft unterstützt werden soll.

Erfahrungsgemäss bekunden die Volkslauf-Spezialisten am schnellen Engadiner einige Mühe, um mit der Spitze mitzuhalten. Allerdings könnten ihnen die diesjährigen Verhältnisse entgegenkommen. Die kalten Temperaturen der letzten Wochen und der angekündigte Neuschnee deuten auf eine stumpfe Lope hin. So könnten sich auch endschnelle Volksläufer wie der ehemalige Silvio Fauner vorne einreihen, oder die Führenden im FIS-Marathon-Cup, Stanislav Rezac, Raul Olle oder Gianantonio Zanetel. Bei dieser acht Läufe umfassenden Wertung dürfte am "Engadiner" als zweitletztem Rennen eine Vorentscheidung fallen.

Wie schon letztes Jahr will auch Björn Dählie wieder im Engadin dabei sein. Der Gewinner von acht olympischen Gold- und vier Silbermedaillen, neun WM-Titel und 46 Weltcuprennen ist noch immer ein gern gesehener Botschafter des Langlaufsportes.

Bei den Frauen steht der Zweikampf zwischen Julja Tschepalowa und Kristina Smigun im Vordergund. Die zweifache Olympiasiegerin Tschepalowa (Sprint 2002, 30 km 1998) ist aufgrund ihrer Ergebnisse in den vergangenen Wochen (u.a. Weltcup-Erfolg über 30 km am Holmenkollen) in der besseren Ausgangslage. Smigun hat zu Saisonbeginn mit vier Weltcupsiegen überzeugt, geriet danach aber in ein Formtief und litt zuletzt erst noch unter einer Erkältung. Die Teilnahmen der Russin und der Estin erschweren die Aufgabe der Vorjahressiegerin Natascia Leonardi Cortesi -- zuletzt mit klarem Vorsprung Siegerin des ESM-Frauenlaufes -- sowie ihrer Teamkollegin Laurence Rochat.

Zu gewinnen ist beim 36. ESM ein Gesamtpreisgeld von 35 000 Franken im Hauptrennen (Sieger 8500 Franken), dazu kommen Prämien für die Goldsprints unterwegs (rund 5000 Franken) und beim Marathon-Prolog, dem Sprint in Sils-Maria am Freitagabend. Für die Tagesbestzeit auf der neu konzipierten Marathonstrecke winken ausserdem 100 Gramm Gold. Wird der bisherige Streckenrekord unterboten, so kommen nochmals 400 Gramm Gold hinzu.

(bert/Si)

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