Ski nordisch: WM Val di Fiemme - Burgermeister Zehnter über 30 km
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 15:53 Uhr

Val di Fiemme - Reto Burgermeister hat an den WM der Nordischen im Val di Fiemme (It) als Zehnter über 30 km ein achtbares Ergebnis erzielt.

Reto Burgermeister.
Reto Burgermeister.
Der Norweger Thomas Alsgaard gewann das Rennen überraschend vor seinen Landsleuten Anders Aukland und Frode Estil. Im Schatten des Dreifach-Erfolges der Norweger schwankte Burgermeister zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung. Der Zürcher Oberländer wusste nicht, ob er sich über den 10. Rang freuen oder ärgern soll. Insgeheim hatte sich der Weltcup-Zweite von Oberhof (De) ein besseres Ergebnis erhofft; es hätte für "Burgi" das grosse Rennen werden sollen. Anderseits sorgte er für die beste WM-Klassierung eines Schweizer Langläufers seit Andy Grünenfelders 4. Rang 1987 in Oberstdorf (De) über 50 km.

Zu viel gewollt

Zu Burgermeisters Krux wurde ein Angriff Matthias Fredrikssons nach 14 km. Mit grossem Mut konterte der Zürcher die Attacke. "Wenn ich etwas erreichen will, muss ich da mitgehen", schoss es ihm durch den Kopf. Doch der taktische Schnitzer, die Verfolger an Fredriksson heran zu führen, kostete Kraft. Am Schluss habe er aufpassen müssen, nicht total einzugehen, schilderte "Burgi" seine Schwierigkeiten auf den letzten Kilometern.

Die fatalen Konsequenzen eines Vorstosses auf der schwierigen Strecke musste auch der grosse Favorit Andrus Veerpalu aus Estland erfahren. Der 30-km-Weltmeister von Lahti holte mit einem Angriff nach 24 km zwar sieben Sekunden Vorsprung heraus, musste sich aber schliesslich mit dem 4. Platz begnügen.

Beat Koch erreichte als 16. sein mit Abstand bestes WM-Ergebnis. Er geriet nach gutem Start nach rund 15 km in leichte Schwierigkeiten, vermochte aber in einer Vierergruppe gut mitzulaufen. Am Schluss hatte Koch seine beiden direkten Gegner sicher im Griff. Der WM-Neuling David Romer (29.) verpasste wegen seiner Nervosität nach dem Start eine gute Gruppe und musste den Grossteil der Distanz alleine laufen. Insgesamt sei er mit seiner Leistung zufrieden, hielt Romer fest.

Alsgaard überraschte sich selber

Auf Thomas Alsgaard als Sieger hatten wenige getippt, auch er selber nicht. Doch dann erwies sich der Norweger einmal mehr als Athlet, der sich in unnachahmlicher Art auf einen Grossanlass vorbereiten kann. "Das ist mein glücklichster Triumph", hielt der erste Langlauf-Weltmeister dieser Titelkämpfe fest und schloss in sein Urteil auch die bestens hergerichteten Ski ein.

Im Juli vergangenen Jahres war Alsgaard auf der ersten Ausfahrt mit einem neuen Rennvelo gestürzt. Eine schwere Verletzung der rechten Hand zwang ihn zur Unterbrechung des Trainings. Danach versuchte er, den Rückstand auf seine Teamkollegen mit forciertem Training aufzuholen. Die Quittung dafür bekam er in Form einer schweren Erkältung zu spüren, worauf er seine Form erneut aufbauen musste.

"In den vergangenen sechs Wochen habe ich gut und hart trainiert. Die Ergebnisse in Wettkämpfen kümmerten mich wenig. Ich wusste, wie ich mich vorzubereiten hatte", erklärte Alsgaard nach dem Gewinn seiner insgesamt achten Goldmedaille bei einem Grossanlass, der ersten allerdings in klassischer Technik. Und er fügte bei: "Das war der längste Spurt meiner Karriere. Ich glaubte, der Zielstrich komme überhaupt nicht mehr näher."

Seltenes Triple

Nach Niederlagen an den WM 2001 in Lahti und den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City liess Frode Estil erstmals bei einem Grossanlass Andrus Veerpalu hinter sich. Trotzdem musste er wie sein Teamkollege Anders Aukland die Überlegenheit von Alsgaard anerkennen. "Er hat uns schon im Juniorenalter stets hinter sich gelassen. Thomas hat das gewisse ´Extra´, das den Champion ausmacht", erklärten der Zweit- und der Drittklassierte quasi unisono.

Obwohl der Langlauf in Norwegen Nationalsport ist, stellen Dreifach-Erfolge bei Grossanlässen die Ausnahme dar. Das letzte Triple der Norsker geht auf die Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville zurück mit Ulvang, Dählie und Langli im 30-km-Rennen. An Weltmeisterschaften hatten zuletzt Gjermund Eggen, Olle Ellefsäter und Odd Martinsen 1966 in Oslo drei Norwegen das Podium besetzt.

Si

(Toni Nötzli/sda)

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