Olympia: Teamspringen Grossschanze
Skispringen: bei allen Teams ist der vierte Mann entscheidend
publiziert: Freitag, 15. Feb 2002 / 09:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2002 / 13:36 Uhr

Salt Lake City - Nach den zwei Goldmedaillen von Simon Ammann wäre es vermessen, auch beim abschliessenden Teamspringen am Montag (1. Durchgang 17.30 Uhr MEZ) wieder mit olympischem Edelmetall für die Schweiz zu rechnen. Die realistische Zielsetzung lautet: Ein Diplom, das vom vierten bis zum achten Platz vergeben wird. Die Favoriten auf Gold sind die Finnen und die Deutschen.

Drei Teamspringen, zwei auf Grossschanzen (Willingen und Sapporo) sowie eines auf einer kleinen Anlage (Villach) haben in diesem Winter stattgefunden. Die Finnen siegten in Villach und die Österreicher in Willingen und Sapporo, wo die stärksten Deutschen und Finnen fehlten. Bei keinem dieser Wettbewerbe dabei war die Schweiz vertreten. In Villach ging nur Andreas Küttel an den Start, weil sich Ammann, Freiholz und Steinauer schon auf die Weltcupkonkurrenz in Engelberg vorbereiteten. Dieses Training brachte bei Simon Ammann schliesslich auch die Wende vom normalen zum erfolgreichen Springer, stand der nunmehrige Doppel- Olympiassieger doch im Klosterdorf nach einem 7. Rang am Samstag dann am Sonntag als Zweiter erstmals in seiner Karriere auf dem Podest.

In Willingen hätte Erfolgstrainer Berni Schödler eigentlich antreten wollen. Einen Strich durch die Rechnung machte aber Simon Ammanns Sturz. Danach standen nur noch drei Springer zur Verfügung, es fehlte der vierte Mann. Auf die Reise nach Sapporo haben die Schweizer zugunsten der Olympiavorbereitung verzichtet.

Deutschland Favorit

So hat man noch keine konkreten Anhaltspunkte, wo das Schweizer Quartett überhaupt steht. Nimmt man die Einzelrangliste der Grossschanze zu Hilfe, würden die Summen aller vier Springer von jedem Land folgende Rangliste geben: 1. Grossschanzen- Teamweltmeister Deutschland, 2. Normalschanzen-Teamweltmeister Österreich, 3. Slowenien, 4. Finnland, 5. Schweiz, 6. Titelverteidiger Japan. Diese Rechnung ist aber für einen Teamwettbewerb ein untaugliches Mittel. Denn innerhalb der vier Startgruppen kann die Anlauflänge verändert werden. Deshalb kommt es auch darauf an, wie die Springer gesetzt werden. Das heisst: Ein Springer, der in der Einzelprüfung einen fast zu geringen Anlauf hatte, bekommt vielleicht in der Mannschaftskonkurrenz etwas mehr Fahrt und fliegt deutlich weiter. Deshalb sind Hochrechnungen aus dem Einzelspringen nur Spekulation.

Diese Rechnung zeigt aber doch Tendenzen auf. Deutschland mit Sven Hannawald und Martin Schmitt an der Spitze sowie die Finnen und Österreicher, die in Park City noch keine Medaille gewonnen haben, verfügen am ehesten über vier gute Athleten. Aber selbst bei ihnen wird der vierte Mann entscheidend sein. Genau gleich wie bei den Slowenen und den Schweizern, bei denen Marco Steinauer bis jetzt diese Rolle zukam. "Das Springen auf der Grossschanze war für mich nur ein Training für die Mannschaft. Nach der zweiten Goldmedaille von Simon sind wir alle motiviert, so dass ich mich sicher noch steigern kann", sagte der Einsiedler, der im ersten Schneetraininslager im Frühwinter in Nordfinnland noch der beste Schweizer gewesen war. "Es wäre schön, wenn wir ein Diplom machen würden", sagte Berni Schödler, "denn so hätten alle im Team etwas von diesen Olympischen Spielen nach Hause gebracht."

Der Teamwettbewerb kennt eigene Gesetze, aber es sollte für die Schweiz wirklich zu einem Diplom reichen, wie 1998 in Nagano, als Sylvain Freiholz, Bruno Reuteler, Marco Steinauer und der Olympia- Debütant Simon Ammann den 6. Rang heraussprangen.

(Kurt Henauer, Utah Olympic Park /sda)

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