Skyguide: Alarmystem war ausgeschaltet!
publiziert: Mittwoch, 3. Jul 2002 / 12:06 Uhr

Zürich - Nach der Flugzeugkollision am Bodensee gerät die Schweizer Flugsicherung Skyguide zunehmend in Bedrängnis. Das Kollisions-Alarmsystem war in der Unglücksnacht gewartet worden und deshalb für einige Stunden ausgefallen.

Die Fluglotsen seien aber darüber informiert gewesen, sagte Skyguide-Sprecher Patrick Herr am Mittwoch. Für Skyguide sei die Frage nach den Gründen für das Verhalten des Fluglotsen entscheidend, sagte Herr weiter.

Sofortmassnahmen beim Betrieb seien aber keine geplant. Die Grösse des Teams während der Nacht habe nach heutigen Erkenntnissen nichts mit dem Unglück zu tun gehabt.
Sollten neue Erkenntnisse aber zu einem anderen Schluss führen, werde man die Arbeitsabläufe überprüfen. Der verantwortliche Lotse befindet sich laut Herr immer noch in psychologischer Betreuung und kann noch nicht befragt werden.

28 Tote geborgen

Bei der Kollision einer Frachtmaschine und eines russischen Passagierflugzeuges über Überlingen am Bodensee waren in der Nacht auf Dienstag 71 Personen ums Leben gekommen. Bis zum Mittwochmorgen konnten 28 Tote geborgen werden.
Unter den geborgenen Opfern waren auch der Pilot und der Co-Pilot des Frachtflugzeugs vom Typ Boeing 757. Die ersten Toten wurden ins Spital nach Friedrichshafen gebracht, sagte Polizeisprecher Markus Sauter.
Dort wollten Gerichtsmediziner und Experten der Universitäten Heidelberg und Tübingen mit der Identifizierung beginnen. Zur Identifikation der 69 russischen Opfer sollen deren Krankenakten den deutschen Medizinern übergeben werden.

Hinweise auf Flugzeugteile und andere Überreste der beiden Maschinen gingen auch über eine besondere Telefonnummer ein, bei der die Bevölkerung Funde melden konnte. Trümmer und Leichenteile der Unglücksflugzeuge waren kilometerweit verstreut am nordwestlichen Bodenseeufer niedergegangen.

Angehörige eingetroffen

Erste Angehörige der Opfer trafen am Mittwochmorgen am Unglücksort ein. Für sie ist ein Betreuungszentrum in der Gemeinde Owingen bei Überlingen eingerichtet. Weitere rund 130 Angehörige wurden bis spätestens Freitag aus Russland erwartet.

In der Nacht war der Flugdatenschreiber der Boeing gefunden worden. Der Flugschreiber der russischen Tupolew war bereits am Dienstag geborgen worden. Mit der Auswertung der Flugschreiber soll voraussichtlich am Donnerstag begonnen werden. Für die Auswertung werden mindestens zwei Wochen benötigt.
Gefunden wurde auch einer der beiden Stimmenrekorder, mit denen die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet werden. Aus welcher Maschine er stammt, ist noch unklar. Die Geräte sollen im Laufe des Tages zur Untersuchung in die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nach Braunschweig gebracht werden.

(bb/sda)

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