Skyguide-Angestellte im Mai vor Gericht
publiziert: Dienstag, 6. Feb 2007 / 10:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Feb 2007 / 11:17 Uhr

Bülach - Der Prozess zum Flugzeugabsturz Überlingen gegen Skyguide-Angestellte findet vom 15. bis 31. Mai in der Stadthalle Bülach statt. Den Angeklagten wird mehrfache fahrlässige Tötung und fahrlässige Störung des öffentlichen Verkehrs vorgeworfen.

Wie im SAir-Prozess werden auch die Skyguide-Angeklagten in der Stadthalle Bülach befragt.
Wie im SAir-Prozess werden auch die Skyguide-Angeklagten in der Stadthalle Bülach befragt.
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Die Gerichtsverhandlung finde aus Platzgründen in der Stadthalle statt, schreibt das Bezirksgericht Bülach in einer Mitteilung.

Auch der Swissair-Prozess wird zurzeit aus dem gleichen Grund in dieser Halle durchgeführt.

Im Überlingen-Prozess angeklagt sind drei Verantwortliche der schweizerischen Flugsicherungsfirma Skyguide, vier weitere Mitarbeiter sowie ein Fluglotse.

Das Strafverfahren gegen den damaligen Skyguide-Chef Alain Rossier wurde bereits im Anfangsstadium eingestellt.

Vorwürfe zurückgewiesen

Den Angeklagten wird vorgeworfen, sie seien mitverantwortlich für organisatorische Mängel bei der Flugsicherung, die am 1. Juli 2002 zum Zusammenstoss zweier Flugzeuge über dem süddeutschen Überlingen führte.

Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland fordert Freiheitsstrafen von 6 bis 15 Monaten. Die Angeklagten weisen die Verantwortung für das tragische Unglück zurück. Der Fluglotse, der zum Unglückszeitpunkt im Skyguide-Kontrollzentrum in Zürich Dienst hatte, ist im Februar 2004 von einem Mann, der beim Absturz Frau und Kinder verloren hatte, erstochen worden.

Überforderter Flugverkehrsleiter

Drei Verantwortlichen der Skyguide wirft die Anklageschrift vor, sie hätten es geduldet, dass während der Nacht jeweils nur ein Fluglotse im Kontrollraum arbeitete. Ein zweiter Lotse durfte sich jeweils in die Pause begeben und stand somit für kurzfristige Notsituationen nicht zur Verfügung.

Der Flugverkehrsleiter sei am Unglückstag überfordert gewesen: Er habe zusätzlich einen nicht vorgesehenen Anflug auf den Flugplatz Friedrichshafen D leiten müssen und die Telefonanlage habe aufgrund einer technischen Störung nicht funktioniert, schreibt die Anklage.

Vier weiteren Skyguide-Mitarbeitern wird vorgeworfen, sie hätten die beiden Flugverkehrsleiter nicht oder unzureichend über technische Arbeiten informiert, die zu Einschränkungen für die Lotsen führten.

(bert/sda)

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