Skyguide-Angestellte verteidigen sich vor Gericht
publiziert: Mittwoch, 16. Mai 2007 / 11:34 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2007 / 10:01 Uhr

Bülach - Im Prozess zum Flugzeug-Crash bei Überlingen D haben sich Skyguide-Techniker dem Bezirksgericht Bülach stellen müssen. Sie waren verantwortlich für Umstellungen der Flugsicherungssysteme in der Unglücksnacht vom 1. auf den 2. Juli 2002.

Die Techniker waren verantwortlich für Umstellungen der Flugsicherungssysteme.
Die Techniker waren verantwortlich für Umstellungen der Flugsicherungssysteme.
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«Es lag nicht in meiner Hand, dieses Unglück zu verhindern», sagte ein Systemplanungsexperte. Er fühle sich nicht für die Kollision der zwei Flugzeuge verantwortlich, bei der 71 Personen ums Leben kamen. Auch alle anderen Angeklagten erklärten sich für nicht schuldig.

Den beiden Verantwortlichen für das System-Umstellungsprojekt wird gemäss Anklageschrift vorgeworfen, die Fluglotsen nicht oder nur unzureichend über die technischen Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen für die Lotsen informiert zu haben.

Der selbe Vorwurf geht an einen Dienstleiter und einen Systemmanager, die am Mittwochnachmittag vor Gericht erscheinen mussten. Die beiden waren in der fraglichen Nacht bis um 23 Uhr beziehungsweise 23.25 Uhr im Kontrollraum im Einsatz.

Eingeschränkte Telefonverbindung

Als Folge der Systemarbeiten standen am Radar der Flugverkehrsleitung einige Funktionen nicht zur Verfügung. Zudem funktionierte das Telefon wegen einer technischen Störung nicht. Das Ersatzsystem für die abgeschaltete Telefonanlage sei nicht getestet worden, wird den Technik-Verantwortlichen vorgeworfen.

Der eine Lotse liess seinen Kollegen um etwa 23 Uhr in den Pausenraum gehen. Er war der Auffassung, das geringe Verkehrsvolumen lasse dies zu. Er habe dann auch die Einwilligung zum Beginn der Umstellungsarbeiten gegeben, sagte der stellvertretende Projektverantwortliche vor Gericht.

(bert/sda)

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