Slowakei darf den Euro einführen
publiziert: Donnerstag, 19. Jun 2008 / 22:37 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Jun 2008 / 00:10 Uhr

Brüssel - Die Slowakei kann zum kommenden Jahreswechsel den Euro einführen. Die EU-Staats- und Regierungschefs gaben bei ihrem Brüsseler Gipfeltreffen grünes Licht für den Beitritt zum gemeinsamen europäischen Währungsgebiet.

Die Slowakei übernimmt den Euro im Januar 2009.
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Dies teilte die slowenische EU-Ratspräsidentschaft mit. Der Gipfel begrüsste ausdrücklich, dass Bratislava die Maastrichter Beitrittskriterien erfüllte.

Die Slowakei ist das erste ehemalige Ostblockland, das seine nationale Währung gegen den Euro tauscht. Mit der Slowakei wird die Eurozone vom 1. Januar 2009 an 16 Mitgliedstaaten haben, in denen rund 325 Millionen Menschen leben.

Weitere Kandidaten sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Die endgültige Eintrittskarte der EU-Finanzminister wird es im Juli geben. Probleme dabei werden nicht erwartet, berichteten Diplomaten.

Hohes Wirtschaftswachstum

Seit Jahren weist das 2004 der EU beigetretene Land eine der höchsten Wachstumsraten der EU auf. Das Staatsdefizit lag im vergangenen Jahr mit 2,2 Prozent deutlich unter der Marke von 3 Prozent vom Bruttoinlandprodukt. Die EU-Chefs begrüssten die Fortschritte das Landes mit gut fünf Millionen Bürger auf dem Weg zur gemeinsamen Währung.

Die Europäische Zentralbank befürchtet allerdings, dass die Slowakei nach dem Euro-Beitritt die Inflation nicht im Griff behalten kann. Diese Bedenken verhinderten jedoch nicht den Beitritt.

Die Slowakei ist das vierte Euro-Land aus Kreis der neuen EU-Staaten, die zum 1. Mai 2004 in die Union aufgenommen wurden. Slowenien, das früher zu Jugoslawien gehörte, sowie Malta und Zypern haben bereits ihre nationalen Währungen gegen den Euro getauscht.

(ht/sda)

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