Slowenien mit Punktemaximum
publiziert: Sonntag, 29. Jan 2006 / 17:29 Uhr

Der EM-Zweite Slowenien sicherte sich am Wochenende mit den Erfolgen Nummer 2 und 3 in St. Gallen gegen die Ukraine (33:31) und Polen (33:29) den Sieg in der Schweizer Gruppe.

Slowenien – hier beim Abschlusstraining – überzeugte nicht immer, holte aber das Maximum an Punkten.
Slowenien – hier beim Abschlusstraining – überzeugte nicht immer, holte aber das Maximum an Punkten.
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Das Team von Slavko Ivezic nimmt damit am Dienstag die Hauptrunde in Basel mit vier Punkten in Angriff.

Die Slowenen lagen im Spitzenspiel gegen Polen während der gesamten Partie nie im Rückstand. Zwar liessen sie die Equipe von Bogdan Wenta nach einer 16:10-Führung zur Pause wieder herankommen -- in der 49. Minute stand es 24:24 --, doch vermochten sie dank des breiter besetzten Kaders immer wieder zuzulegen. Hervorzuheben aus dem starken Kollektiv ist der eingebürgerte Weissrusse Siarhei Rutenka, der zehn Treffer erzielte und es auf eine Erfolgsquote von 63 Prozent brachte.

Lijewski war Totalausfall

Bei den Polen vermochte aus dem hochgelobten Rückraum nur der Magdeburger Karol Bielecki (9 Tore) vollends zu überzeugen. Ein Totalausfall war der Linkshänder Marcin Lijewski von Flensburg-Handewitt, der in der Bundesliga für seinen harten Schuss gefürchtet ist -- null Tore aus fünf Abschlüssen lautete seine vernichtende Bilanz. Der für die Kadetten Schaffhausen spielende Linksaussen Leszek Starczan, der über 40 Minuten zum Zug kam, war zweimal erfolgreich.

Negativ-Überraschung verhindert

Am Tag zuvor waren die Slowenen gegen die Ukraine sehr behäbig aufgetreten. Nach einem lockeren 7:2-Vorsprung in der 11. Minute schienen sie die Partie mental bereits abgehakt zu haben. In der Folge brachten sie den Gegner mit zahlreichen Fehlern zurück ins Spiel. Dank sieben Toren in Serie, vier davon per Gegenstoss, ging die Ukraine bis zur 16. Minute mit 9:7 in Führung. Zehn Minuten vor Schluss lag das Team von Sergi Kuschnirjuk immer noch mit zwei Toren (28:26) vorne, ehe sich die individuell klar besser besetzten Slowenen doch noch auf ihre Stärken besannen und die Partie wendeten. Dass es für den EM-Finalisten nicht eine bittere Überraschung absetzte, hatte er in erster Linie Rutenka zu verdanken, der neun Tore erzielte, sieben davon nach der Pause. Bei den Ukrainern, die sich vor allem im Gegenstoss-Spiel sehr stark präsentierten, brachte es Rechtsaussen Ruslan Prudius (7 Treffer) auf eine 100-prozentige Erfolgsquote.

- Polen 33:29 (16:10)

Kreuzbleiche, St. Gallen. -- 2800 Zuschauer. -- SR Hansson/Olsson (Sd). -- Torfolge: 8:8, 13:8, 14:10, 16:10; 16:13, 17:13, 17:15, 19:15, 19:17, 22:17, 22:22, 24:24, 26:24, 27:26, 29:26, 29:27, 31:27, 33:29. -- Strafen: je 6mal 2 Minuten.

Slowenien: Skof/Lapajne (für 1 Penalty); Kozlina (1), Vugrinec (2), Jovicic (5/5), Kavticnik (5), Ostir, Natek (5), Rutenka (10/3), Pajovic (1), Zorman (1), Lubej (2), Zvizej (1).

Polen: Steczniewski/Szmal; Kuchczynski (4), Nilsson, Tkaczyk (3), Starczan (2), Bielecki (9/3), Grabarczyk (2), Obrusiewicz (1/1), Jurecki (4), Urbanowicz, Moszczynski, Wisniewski (4), Lijewski.

Bemerkungen: Steczniewski hält Penaltys von Rutenka (6./2:2 und 42./22:18). Lapajne hält Penalty von Obrusiewicz (24./12:8).

(Si)

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