Flüchtlingskrise
Slowenien stellt Bahnverkehr mit Kroatien ein
publiziert: Samstag, 17. Okt 2015 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Okt 2015 / 11:00 Uhr
Slowenien hat den Bahnverkehr mit Kroatien eingestellt. (Symbolbild)
Slowenien hat den Bahnverkehr mit Kroatien eingestellt. (Symbolbild)

Ljubljana - Kroatien hat nach Schliessung der ungarischen Grenze damit begonnen, Flüchtlinge in Richtung Slowenien umzuleiten. Die ersten 1500 Menschen wurden zu den beiden Übergängen Macelj und Mursko Sredisce in Richtung Slowenien transportiert.

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Das berichteten die Medien am Samstag unter Berufung auf Innenminister Ranko Ostojic.

Sloweniens Regierungschef Miro Cerar traf am Morgen in Ljubljana seine wichtigsten Minister zu einer Krisensitzung. Für den Vormittag hat er den Nationalen Sicherheitsrat einberufen.

Ungarn hatte in der Nacht zum Samstag mit einem massiven Polizeiaufgebot seine mehr als 300 Kilometer lange grüne Grenze zum EU-Nachbarland Kroatien abgesperrt. Der illegale Grenzübertritt ist nunmehr auch auf diesem Abschnitt strafbar. Damit will Ungarn die ungehinderte Einreise von Migranten verhindern.

Anders als Kroatien ist EU-Mitglied Slowenien bereits dem Schengen-Abkommen für einen freien Reiseverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten beigetreten. Deshalb handelt es sich bei der Grenze von Slowenien zu Kroatien um eine EU-Aussengrenze.

Aus diesem Grund will Slowenien alle eintreffenden Flüchtlinge registrieren. Nach Angaben der Behörden können täglich problemlos 5000 Menschen durch den Alpen-Adria-Staat in Richtung Österreich transportiert werden.

Bahnverkehr eingestellt

Angesichts des erwarteten Flüchtlingsandrangs aus Kroatien stellte Slowenien am Freitag den Bahnverkehr mit dem Nachbarland vorläufig ein. Wegen der «aussergewöhnlichen Umstände» sei der Bahn-Personenverkehr zwischen Kroatien und Slowenien in Abstimmung mit den Behörden ausgesetzt worden, teilte Sloweniens Bahngesellschaft am Freitag mit.

Allein im vergangenen Monat sind 140'000 Menschen von Kroatien über die jetzt von Budapest geschlossene Grenze nach Ungarn gelangt, wie das Innenministerium mitteilte. Insgesamt hätten in dieser Zeit sogar 186'000 Menschen das Land passiert. Fast alle wollten nach Deutschland oder Österreich.

Nun entschied Ungarn aber, seine Grenze auch zu Kroatien zu schliessen und begründete dies mit seinen Schengen-Verpflichtungen zur Kontrolle der EU-Aussengrenzen.

(sda)

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