Snowboard: FIS-Weltcup-Auftakt in Sölden
publiziert: Sonntag, 19. Okt 2003 / 16:25 Uhr

Die Schweizer Snowboarder manifestierten beim offiziellen Start zur Weltcup-Saison der Alpinen in Sölden ihre Weltklasse abermals. Urs Eiselin gewann am Samstag auf dem Weg zur Siegpremiere sämtliche Läufe, 24 Stunden später feierte Ursula Bruhin den 13. Weltcupsieg ihrer brillanten Karriere.

Die Schweizer sind auch dieses Jahr wieder stark auf dem Brett.
Die Schweizer sind auch dieses Jahr wieder stark auf dem Brett.
Wochenlang waren aus dem (Funktionärs-)Lager der Boarder auschliesslich negative Meldungen an die Öffentlichkeit gedrungen. Von der grassierenden Finanznot liessen sich die Athleten aber keineswegs entmutigen. Sie sandten stattdessen bemerkenswerte Signale vom "Rettenbachferner"-Gletscher. 2800 Meter über Meer empfahl sich die nationale Elite potenziellen Sponsoren mit Nachdruck und einen Monat nach Gilles Jaquets Coup in Chile mit zwei weiteren Highlights.

Eiselins Tag

An Stelle seiner prominenten Teamkollegen Philipp und Simon Schoch oder Jaquet trat für einmal Urs Eiselin ins Glanzlicht. Der 27-jährige Luzerner, der bereits seit zehn Jahren voll auf die Karte Snowboarden setzt, krönte einen "perfekten Tag mit einem hervorragend gesetzten Kurs und besten Bedingungen" mit seiner Siegpremiere im FIS-Weltcup. "Heute hat einfach alles gepasst", freute sich der polysportive Sohn eines Alpin-Sportladen-Besitzers in Luzern.

Bis zum Sprung auf den obersten Podestplatz schaltete Eiselin seine bereits in der Qualifikation stark fahrenden Teamkollegen Heinz Inniger (5.) und den an leichtem Fieber leidenden Olympiasieger Philipp Schoch (4.) aus. Im Final blieb selbst Duel-Weltmeister Sigi Grabner (Ö) gegen den entfesselten Schweizer im recht flachen Gelände ohne Chance. Tags später revanchierte sich der FIS-Champion und nachmalige Sieger des Parallel-Slaloms im Viertelfinal.

Weltcup-Leader Gilles Jaquet, der Sieger des Prologs in Chile, musste sich diesmal nach einem Fahrfehler im Flachstück des Achtelfinal-Laufes gegen den jungen Österreicher Andreas Prommegger mit Rang 9 bescheiden. Simon Schoch blieb, wie diverse andere Fahrer auch, am neuen Startgate hängen und stürzte auf den Kopf. Der zweifache WM-Medaillengewinner von Kreischberg liess seine starken Genickschmerzen vom Physiotherapeuten behandeln. Am Sonntag bekleideten die Schweizer mit Ausnahme von Eiselin nur Statistenrollen.

Bruhins Contenance

Ursula Bruhin war die Ouvertüre in Sölden missraten. Nach Konsultation der Videoaufzeichnung strich die Jury die Championne wegen eines angeblichen Torfehlers aus der Rangliste des Parallel-Riesenslaloms. Die 33-jährige Schwyzerin bewahrte die Contenance gleichwohl und dominierte tags darauf den ersten Lauf der Qualifikation derart, dass "ich wusste, bei den Leuten zu sein".

Ihr gutes Gefühl trügte nicht. Selbst Julie Pomgalski fand im Halbfinal auf griffiger Unterlage kein Mittel, den Schwung der Schweizerin einzuschränken. Im Endlauf schliesslich profitierte sie von einem schweren Startfehler der zuvor makellosen Bündnerin Daniela Meuli. Vieles spiele sich im Kopf ab, begründete Bruhin ihre glanzvolle Rückkehr aufs Podest. "Und wichtig war auch, dass ich hier ans Limit gehen konnte und im richtigen Moment etwas forcierte."

Meulis Konstanz

Eine starke Bilanz konnte auch die im Final unterlegene Meuli ziehen. Sie brillierte am zweiten Weltcup-Wochenende mit einer kaum zu überbietenden Konstanz. Insgesamt bestritt die bald 22-jährige Sportstudentin aus Davos 21 Läufe, nur in deren zwei, am Samstag im Halbfinal und 24 Stunden später im ersten Final-Durchgang, scheiterte sie. Trotz müder Beine, wie sie selber eingestand, erreichte Meuli ihre Weltcup-Podestplätze 5 und 6.

(rr/Si)

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