Snowboard: Laaxer Wettkampf abgesagt
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 29. Nov 2003 / 12:33 Uhr

Laax - Erstmals seit 1995 ist der Snowboard-Weltcup in Laax abgesagt worden. Heftige Schneefälle und Sturmböen zwangen die lokalen Organisatoren der FIS-Halfpipe-Wettkämpfe zur Kapitulation.

Zu grosse Schneemengen in der Halfpipe zwangen die Organisatoren den Event abzusagen.
Zu grosse Schneemengen in der Halfpipe zwangen die Organisatoren den Event abzusagen.
Am Samstag entschied sich das OK frühmorgens in Absprache mit den Verantwortlichen der FIS schweren Herzens zum Forfait. Obschon sieben Spezialisten auf dem Vorabgletscher übernachteten und die Pipe maschinell von frühstmöglichen Zeitpunkt an bearbeiteten, war die Absage nicht vermeidbar. Die Neuschneemenge liess sich nicht rechtzeitig bis zum Start der (am Vortag annullierten) Qualifikation aus der Röhre räumen.

"Wir hätten den Zeitplan unmöglich einhalten können und konnten den Ridern keine fairen Bedingungen mehr garantieren.

Um die Pipe weltcupwürdig zu präparieren, benötigen wir normalerweise mindestens einen halben Tag", stellte Ariane Ehrat, die Kommunikations-Chefin der Laaxer Alpenarena klar. Eine andere Variante blieb den Organisatoren nicht mehr übrig, da sich der Weltverband FIS schon vor Monaten aus Termingründen gegen eine Verschiebung auf Sonntag ausgesprochen hatte.

Bis Dienstag will sich die FIS entscheiden, ob Laax in der aktuellen Saison noch einmal in den Weltcup-Kalender integriert wird. Ehrat betonte, dass sie dem Weltverband ein Angebot unterbreiten werden, das Halfpipe-Spektakel im Januar nachzuholen.

FIS-Koordinator Chris Wagner zweifelte allerdings, ob sich aufgrund der hohen Dichte an Terminen ein Ausweichdatum organisieren lässt: "Für mich ist eher wahrscheinlich, dass wir den entfallenen Halfpipe-Contest in eine bereits bestehende Veranstaltung integrieren."

Absage finanziell verkraftbar

Von einem schwarzen Tag für den Veranstalter mochte Ariane Ehrat trotz des Wetterpechs nicht sprechen. "In den letzten zehn Jahren mussten wir nur einen einzigen Event streichen. Für uns ist der jetzige Ausfall auf jeden Fall verkraftbar." Eine Ausfallentschädigung können die Laaxer indes nicht beanspruchen. Wegen zu hoher Prämien verzichteten sie auf eine Versicherung.

90 Prozent der budgetierten 367 000 Franken sind bis Samstag ausgeben worden. Rund die Hälfte davon decken Sponsoren ab, 150 000 Franken des budgetierten Auwandes gehen zu Lasten der Organisatoren. Das konkrete Minus wird erst in rund zwei Monaten bekannt sein.

Der unausweichliche Forfaitentscheid ist aus jeglicher Optik betrachtet bitter. Erstmals in der jüngeren Geschichte reiste ein ernst zu nehmendes Team aus Amerika ins Bündnerland.

Angeführt vom inner- und ausserhalb der FIS-Tour respektierten Freestyler Andy Finch und dem Nachwuchs-Star Hannah Teter hätten die US-Profis wohl höchsten Ansprüchen genügt. Gleiches wäre von Therry Brunner zu erwarten gewesen, der auf dem Vorabgletscher nach elfmonatiger Verletzungspause sein Comeback plante.

Derweil das Gros der Halfpipe-Spezialisten schon Mitte Woche in Tandadalen (Sd) die nächste Gelegenheit zur ersten Prüfung der Saison auf europäischem Boden erhält, empfängt Laax in drei Wochen den Ski-Weltcup-Tross der Frauen -- vorausgesetzt, der Schnee liegt auf der Piste und fällt nicht massenhaft vom Himmel.

(Sven Schoch/Si)

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