Snowboard: Schweizer Snowboard-Verband zahlungsunfähigSwiss Snowboard ist neben der Piste nun endgültig vom Kurs abgekommen. Was seit über einem Jahr befürchtet worden war, mussten die Delegierten an ihrer ausserordentlichen Versammlung offiziell zur Kenntnis nehmen: Der Verband ist zahlungsunfähig.
(bert/Si)
Ausgerechnet jene Schneesport-Vereinigung, die in den letzten Jahren weltweit an sämtlichen wichtigen Titelkämpfen Goldmedaillen en masse gewann und mit Daniela Meuli die aktuelle Weltcup-Gesamtsiegerin stellt, vermochte den finanziellen Ruin trotz intensiver Bemühungen nicht abzuwenden. Nicht nur deshalb ist der Transfer zu Swiss Ski definitiv unvermeidlich.
Obschon die im letzten Herbst neu formierte Führungscrew um Präsident David Sonderegger die Fixkosten innerhalb des Verbandes längst auf ein Minimum reduzierte und die Sponsorensuche intensivierte, gelang der Ausgleich des gewaltigen Fehlbetrags von rund 250 000 Franken nicht. Der Konkurs des Verbandes, der in seiner Blütezeit vermutlich über den Verhältnissen gelebt hat, ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Deshalb wird Swiss Ski die «Pleitiers» kaum als autonomen Fachverband in Empfang nehmen, wie es sich diese gewünscht hätten, sondern dürfte die Boarder als (untergeordnete) Disziplin eingliedern. Ausser den glänzenden sportlichen Perspektiven haben die Mitglieder von Swiss Snowboard nichts (mehr) zu bieten, was ihren Verhandlungsspielraum massiv einschränkt. Im Juli werden nun die Delegierten von Swiss Ski über die Form der Integration der Brettakrobaten abschliessend zu befinden haben.
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