Snowboard: Swiss Snowboard endgültig auf FIS-Kurs
publiziert: Freitag, 18. Okt 2002 / 18:35 Uhr

Mit neuen Strukturen im Leistungssport-Segment und reduziertem Profi-Fahrerbestand plant Swiss Snowboard, auch im FIS-Weltcup eine gute Figur abzugeben.

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Das Verschwinden der ISF hat nicht nur auf internationaler, sondern auch auf Schweizer Ebene erhebliche Veränderungen zur Folge. Der nationale Verband bleibt zwar eigenständig, wird indes die Zusammenarbeit mit Swiss- Ski gezwungenermassen noch weiter intensivieren. Im Juniorenbereich kooperieren die Verbände schon seit einiger Zeit, nun soll eine Arbeitsgruppe weitere Synergiemöglichkeiten ausloten.

Swiss Snowboard hat sich nach den ISF-Wirren im Sommer insbesondere der mangelnden Alternativen wegen entschieden, ab diesem Winter ausschliesslich auf die Karte FIS zu setzen. "Der Eiertanz hat nun ein Ende", brachte es der Geschäftsführer Christian Heller spitzzüngig auf den Punkt. Sie repräsentierten künftig Swiss-Ski, bestätigte der neue Präsident Christian Savioz.

Welche Professionals die Schweiz auf der Piste vertreten werden, ist erst bei den Alpinen verbindlich abzusehen. Titelhalterin Ursula Bruhin, Daniela Meuli und Milena Meisser im Frauenlager, der Olympiasieger Philipp und sein Bruder Simon Schoch, Urs Eiselin, André Grütter, Weltmeister Gilles Jaquet und Guillaume Nandermod bei den Männern werden starten. Noch sind die entsprechenden Verträge aber nicht unterzeichnet.

Ueli Kestenholz dagegen mochte den Transfer zur FIS (vorerst) nicht vollziehen. Der "rebellische" Berner Oberländer wird sich auf andere Projekte konzentrieren müssen und wird eignen Angaben zufolge "viel, viel freeriden".

Kritischer präsentiert sich die Lage im eher publikumswirksamen Halfpipe-Sektor. Swiss Snowboard geht davon aus, dass sich neben Manuela Pesko auch die Olympia-Dritte Fabienne Reuteler zum Wechsel entscheidet. Im Falle Reutelers würde der Verzicht zu Gunsten einer gewiss weltweiten, ausserhalb der Szene hingegen kaum beachteten Industrie-Tour nicht überraschen. Bei den Männern stürzen sich voraussichtlich nur Therry Brunner, Gian Simmen und Dani Costandaché in die halbe Röhre; ein Talent wie Jonas Emery winkte ab, derweil Fabien Rohrer zurücktrat und sich um künftige Shooting Stars kümmern will.

Künftig wird jede Weltcup-Veranstaltung mit der grösstmöglichen Anzahl Riders beschickt, um mit Fernblick auf die Olympischen Spiele 2006 in Turin den Bestand an Quotenplätze zu erhöhen. In den Disziplinen Halfpipe, Parallel- Riesenslalom, Parallel-Slalom und Snowboardcross sind pro Land mindestens vier Teilnehmer zugelassen. Im Erfolgsfall könnte die Zahl der Startberechtigten erheblich (im Parallel-Slalom auf 12) anwachsen. Im "Big Air" dürfen die Landesverbände zehn Athleten melden.

Für die bis anhin gelinde gesagt lose organisierten Fahrer hat das beschränkte Weltcup-Kontingent zur Folge, dass sie in verschiedenen Leistungsreihen eingestuft werden. Nur noch eine auserlesene und "qualifizierte" (Zitat Heller) Gruppe bewegt sich auf A-Level. Der grosse Rest kann sich im Europacup (B-Level) für Weltcupeinsätze empfehlen, oder erhält im Nachwuchs (C) die Chance, den Einstieg in den internationalen Zirkus zu vollziehen.

Für die zwingend nötige Trendwende wendet der Verband rund 600000 Franken auf, womit sich der Mittelfluss um gegen die Hälfte vergrössert hat. Noch fehlen zur einer ausgeglichenen Rechnung aber gegen 80000. Verschärft hat sich die Lage noch nicht -- zumindest zum Angebot einer Gratisportion "Fis(ch)-Stäbli" hats beim Medien-Apéro gereicht...

Ausser Philipp Schoch haben allerdings praktisch alle Alpinfahrer den Gürtel enger schnallen müssen. Ein Crack wie Jaquet ist noch immer auf der Suche nach einem Kopfsponsor. Der Verband beteiligt sich zu einem Grossteil an den Kosten der A-Level-Fahrer. "Gegen 9000 Franken bezahlen wir aber aus dem eigenen Sack", klagte Olympiasieger Schoch.

(bert/sda)

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