So leben Handy-Akkus länger
publiziert: Mittwoch, 29. Dez 2004 / 07:48 Uhr

Wenn der Handybesitzer nicht sorgsam mit dem Akku umgeht, verkürzen sich schnell die Standby- und Sprechzeiten des jeweiligen Handymodells. Die richtige Pflege ist wichtig, damit der Akku zuverlässig seinen Dienst verrichten kann.

Mit der richtigen Pflege kann man das Letzte aus seinem Akku herausholen.
Mit der richtigen Pflege kann man das Letzte aus seinem Akku herausholen.
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Eine erhöhte Sendeleistung des Mobilfunkgeräts zieht einen erhöhten Strombedarf nach sich. Wer das Maximum aus seinem Akku herauskitzeln möchte, sorgt dafür, dass die Sendeleistung des Handys nicht gestört wird. Die Antenne des Geräts sollte - beispielsweise von der Hand und durch das Transportieren in Taschen- nicht blockiert werden. Auch das Telefonieren in Autos fordert - bedingt durch die Karosserie - die Speicherzellen mehr als sonst.

Strom sparen kann man auch, indem man alle den Energiespeicher belastenden Funktionen ausschaltet. Dazu gehören die Display-Beleuchtung, der Vibrationsalarm, die Tastentöne oder Handyspiele. Selbst das blinkende Mitteilungs-Symbol, das dem Nutzer anzeigt, dass das Postfach voll ist, fällt hier negativ ins Gewicht.

Wird das Handy für mehrere Stunden am Stück nicht gebraucht - zum Beispiel nachts - lohnt es sich, das Gerät ganz ausschalten. Bei manchen Modellen kann der Besitzer sogar eine Uhrzeit programmieren, zu der sich das Gerät selbständig abschaltet. Dagegen ist andauerndes An- und Ausschalten nicht sinnvoll, denn bei jedem Einschalten bucht sich das Gerät in das jeweilige Mobilfunknetz ein - und verbraucht wieder mehr Strom.

Hitze und Kälte sind die grössten Feinde der Akkus

Während nach Aussage von Handyherstellern eine Überladung durch das Ladegerät oder eine Tiefentladung aufgrund der heutigen Technik - zumindest bei Gebrauch von Original-Zubehör - nicht mehr möglich ist, sollten Handybesitzer dennoch Vorsicht walten lassen. Zumindest eine Tiefentladung ist nicht ganz ausgeschlossen: Wird hier mehrmals hintereinander eine gewisse Mindestspannung unterschritten, ist ein Wiederaufladen nicht mehr möglich. Deswegen sollten entladene Akkus in der Regel schnell wieder mit Strom versorgt werden. Zum Aufladen sollte immer das dazugehörige Ladegerät verwendet werden.

Wird das Handy oder nur der Akku über sehr lange Zeit nicht gebraucht, sollte der Akku halb voll geladen - damit keine Tiefentladung stattfindet - gelagert werden, und zwar bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Hitze und Sonneneinwirkung sind die grössten Feinde des Akkumulatoren. Schon bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius leistet beispielsweise ein NiCd-Akku nur noch die Hälfte seiner Leistung. Aus diesem Grund sollten Handys im Sommer beispielsweise nicht im Auto liegengelassen werden.

Ausgediente Akkus gehören nicht in den Müll

Nach einer bestimmten Zahl von Ladezyklen lässt aber auch der sorgsamst gepflegte Akku nach. Irgendwann muss sich der Handybesitzer dann einen neuen Energiespeicher kaufen. Dabei muss er nicht unbedingt auf ein Modell des Originalherstellers zurückgreifen, sondern kann auch Ersatzakkus wählen, die im Zubehörhandel für die gängigen Handymodelle erhältlich sind. Handyhersteller warnen die Kunden aber aus Sicherheitsgründen davor, andere als die Originalakkus zu verwenden.

Da nahezu alle Batterien und Akkus umweltgefährliche Stoffe enthalten, dürfen sie nicht in die Umwelt gelangen. Ausrangierte oder nicht mehr funktionsfähige Handy- oder Laptop-Akkus gehören deshalb in nicht in den Hausmüll, sondern müssen im Handel zurückgegeben oder an den Sammelstellen abgegeben werden.

(Björn Brodersen/teltarif.ch)

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