Männer kaum betroffen
Social Media: Mobbing oft Killer für die Psyche
publiziert: Dienstag, 17. Sep 2013 / 08:17 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Sep 2013 / 09:04 Uhr
Beleidigungen können Depressionen auslösen - Männer kaum betroffen. (Symbolbild)
Beleidigungen können Depressionen auslösen - Männer kaum betroffen. (Symbolbild)

East Lansing - Belästigende und beleidigende Nachrichten auf sozialen Netzwerken haben weitreichende Effekte auf die Psyche. Das haben Wissenschaftler an der Michigan State University im Rahmen einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Forscher befragten 585 Studenten nach ihren Dating-Erfahrungen.

10 Meldungen im Zusammenhang
Körperliche und sexuelle Gewalt haben der Analyse zufolge extreme Auswirkungen auf die Psyche - Beleidigungen und Online-Mobbing stehen den Konsequenzen um nicht viel nach, weiss das Team um Forschungsleiterin Amy Bonomi. «In unserer Gesellschaft herrscht oft die Meinung vor, dass nicht-körperlicher oder nicht-sexueller Missbrauch egal ist. Ist es wirklich schädlich, wenn ich meinen Partner beleidige? Nun, wir haben gezeigt, dass es negative Auswirkungen auf die Gesundheit gibt», stellt Bonomi fest.

Körperlicher und sexueller Missbrauch beeinflussen laut Forschern auch die Wahrscheinlichkeit eine Sucht zu entwickeln. Mädchen und Frauen, die im Alter von 13 bis 19 Jahren von ihren Partnern missbraucht wurden, haben ein vierfach erhöhtes Risiko Raucherin zu werden. Ebenfalls vierfach erhöht ist zudem die Wahrscheinlichkeit, eine Depression oder Essstörung zu entwickeln.

Frauen besonders betroffen

Seelische und körperliche Verletzungen können sich bedingen. Diese Feststellung deckt sich mit den Erfahrungen der Psychologin Julia Scharnhorst vom Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. «Es geht ja um Verletzungen im weitesten Sinne und auch psychische Verletzungen können physische Auswirkungen haben», so Scharnhorst im Interview mit pressetext. Anders sind die Einflüsse von Beleidigungen laut der Studie auf Männer. Sie hatten keine Probleme nach beleidigenden Dates.

Bonomi und Scharnhorst stimmen mit ihren Empfehlungen für Betroffene überein. «Wir müssen schon sehr früh mit jungen Menschen über diese Probleme sprechen», sagt Bonomi. Scharnhorst geht einen Schritt weiter: «Ich würde empfehlen, offensiv damit umzugehen. Rückzugstendenzen helfen psychisch nicht weiter», so Scharnhorst. «Alles, was im Internet passiert, wirkt wie ein Kavaliersdelikt, aber das ist es ja nicht, und man leidet still vor sich hin.»

 

(tafi/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London/Vösendorf - Mehr als ein ... mehr lesen
Troll: Das Online-Pendant hat viele Gesichter.
Nacht-User haben offenbar einen spezifischen Sprachstil.
Social Media Sydney/Berlin/Solothurn - Nachtaktive Social-Media-Nutzer sind vermehrt ... mehr lesen
Preston/Berlin - Journalisten werden ... mehr lesen
Gefühle der Wut und Trauer wurden bei vielen Studienteilnehmer festgestellt. (Symbolbild)
Schulung soll die Situation der weiblichen Bevölkerung in den EU-Ländern verbessern.
Wien - 62 Millionen Frauen in der EU - mehr als die Bevölkerung Italiens - sind seit ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden. Das zeigt ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Internetportal kann für die Beleidigungen im Netz zur Rechenschaft gezogen werden. (Symbolbild)
Strassburg - Internetportale können für beleidigende Kommentare ihrer Nutzer zur Verantwortung gezogen werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat erstmals ... mehr lesen 1
Kalifornien/Wien - Eltern in den USA ... mehr lesen
Jugendliche suchen im Netz gezielt nach problematischen Inhalten. (Symbolbild)
Immer mehr Mobbingfälle im Internet.
Zürich - Bei der Notrufnummer 147 von Pro Juventute rufen zunehmend Kinder und Jugendliche an, die im Internet fertiggemacht werden. Wie die Stiftung am Montag mitteilte, hat ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die Wettbewerbsbehörden bei der Gipfy-Übernahme keinen Riegel schieben.
Facebook baut seine Übermacht weiter aus, wenn die ...
Pläne zur Integration mit Instagram und anderen Anwendungen  Facebook kauft die beliebte GIF-Website Giphy für einen berichteten Preis von 400 Millionen Dollar und plant, die umfangreiche GIF-Bibliothek in Instagram und andere Facebook-Anwendungen zu integrieren. Die Nachricht über den Deal wurde von verschiedenen Medien berichtet, die den Wert des Deals mit 400 Millionen Dollar bekannt gaben. mehr lesen 
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere ... mehr lesen  
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Der passende Domainname fehlte  Nach einem grösseren Datenleck beim erfolglosen Social Media Projekt Google Plus zieht Google den Stecker. Die Gelegenheit scheint günstig diesen überfälligen Schritt zu vollziehen. Die Übermacht von Facebook, zusammen mit Schwesterprojekten wie Instagram und WhatsApp, war zu gross und etwas entscheidendes, bisher wenig beachtetes, fehlte zudem... eine eigene Domain. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Basel 1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Bern 0°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Luzern 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Genf 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten