Société Générale: Zweiter Händler wieder frei
publiziert: Sonntag, 10. Feb 2008 / 08:15 Uhr

Paris - Im milliardenschweren Spekulationsskandal bei der französischen Grossbank Société Générale hat sich der Verdacht gegen einen zweiten Händler nicht erhärtet. Der vorläufig festgenommene Mann wurde nach 48 Stunden wieder aus der Haft entlassen.

Der zweite Händler werde nur noch als Zeuge geführt.
Der zweite Händler werde nur noch als Zeuge geführt.
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Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, dem Aktienhändler Jérôme Kerviel bei der Abwicklung seiner unbefugten Börsengeschäfte geholfen zu haben, welche die Bank 4,9 Milliarden Euro gekostet haben sollen.

Die Ermittlungsrichter wiesen aber den Vorwurf der Beteiligung am Vertrauensbruch ab.

Sein Mandat werde in diesem Fall nur noch als Zeuge geführt, sagte der Anwalt des Händlers vom Brokerhaus Newedge, das zu gleichen Teilen zu SocGén und Crédit Agricole gehört.

Kerviel bleibt in Haft

Kerviel selbst wurde am Freitag auf richterliche Anordnung wieder festgenommen, nachdem er zunächst gegen eine Kaution auf freien Fuss gesetzt worden war. Er soll nun für die Dauer des Verfahrens in Haft bleiben.

Seine Anwältin kündigte an, vor dem Obersten französischen Gericht Berufung dagegen einzulegen. Die SocGén-Führung hat Kerviel als Einzeltäter bezeichnet, der die Kontrollfunktionen der Bank umgangen habe.

Kerviel hatte erklärt, sich nicht persönlich bereichert zu haben. Zudem müssten seine Vorgesetzten von den Geschäften gewusst haben, die der Bank zunächst einen Gewinn eingebracht hätten.

(rr/sda)

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