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Solar-Unternehmer - Pioniere der Energiewende
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2012 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Jan 2012 / 11:16 Uhr

Innovationen, Wachstum und Arbeitsplätze erwarten Ökonomen von der «Energiewende», wie Lucas Bretschger hier mehrfach ausgeführt hat (>siehe weiterführende Links). Das tönt abstrakt, aber der Prozess ist bereits im Gang; 260 Swisscleantech-Firmen arbeiten daran. Bei einer Anhörung in Bern traf ich Christoph von Bergen, den Gründer einer dieser Pionierfirmen und Gründungsmitglied von Swisscleantech.

Weiterführende Links zur Meldung:

SolarMax
Unter der Marke SolarMax entwickelt, produziert und vertreibt Sputnik Engineering seit 20 Jahren Solar-Wechselrichter und bietet dazu die geeigneten Lösungen für die Anlagenüberwachung an.
solarmax.com

Winning the battle for the home of the future
McKinsey Studie Oktober 2011
mckinseyquarterly.com

UN-Klimakonferenz: Alles hat seine Zeit
Blogbeitrag vom 02.12.2011, Lucas Bretschger
klimablog.ethz

Vor 20 Jahren startete Christoph von Bergen die Zwei-Mann-Garagen-Firma «Sputnik Engineering». Heute ist das eine schnell wachsende Exportfirma mit 360 Mitarbeitern und mit Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Belgien, Grossbritannien, neuerdings sogar in China. Das Produkt der Firma ist eine strategische Schlüsselkomponente der Solarenergie: der Wechselrichter, welcher die Photovoltaik-Module ans Netz anbindet. Ich bin fasziniert von diesem Gerät und möchte es Ihnen gerne vorstellen.

Viele Kleine speisen ins Netz

Der Wechselrichter, dieses noch etwas ungewohnte, neue Mitglied unserer Hausgerätefamilie (siehe Bilder und >weiterführende Links), stellt die Verbindung sicher zwischen jedem der vielen dezentralen Solar-Kleinstkraftwerke und dem bisher hauptsächlich von Grosskraftwerken gespeisten Stromnetz. Neben der Umwandlung des Solargleichstroms in Wechselstrom übernehmen die Wechselrichter auch Netzaufgaben wie die Unterstützung von Stabilität und Qualität.

Wichtige Informationen....

Genauso wichtig wie die Energie-Ankopplung ist der Informationsaustausch. Der Verbraucher will über PC oder Handy die aktuelle Produktion ablesen, die Einspeisung ins Netz oder die Verkaufserlöse. Der Netzbetreiber braucht Information über Spannung, Frequenz, Qualität und will Wirk- und Blindleistung am Einspeisepunkt steuern können. Die Wechselrichter bieten auch diese Funktionen an, was sie zu High-Tech-Produkten macht mit hohen Ansprüchen an die laufende Weiterentwicklung der komplexen Multifunktionalität.

.... machen Verbraucher zu Unternehmern

Jeder Besitzer einer Solaranlage kann mit diesen Funktionen zu einem Solar-Unternehmer werden. Er kann Energie verkaufen und vor allem auch den Verbrauch an die Produktion anpassen. Heiz- und Kühl-Anwendungen, die im Schnitt mehr als 20% des Energieverbrauchs der Schweiz ausmachen, können in Zeitfenster mit hoher Eigen-Produktion verschoben werden. Durch eine verbesserte Isolation kann die Speicherzeit der Energie verlängert und der Energieverbrauch insgesamt deutlich gesenkt werden. Auch Wasch- und Spülmaschinen können gezielt bei genügend selbst produziertem Strom eingeschaltet werden. Aus passiven Energieverbrauchern werden aktive Energie-Optimierer. «Noch ist das meiste davon Zukunftsmusik» sagt von Bergen «aber viele Kunden, die sich bis jetzt kaum um den Zähler kümmerten, überdenken ihr Energieverhalten, wenn sie dessen Rückwärtslauf beobachten».

Sie denken, dass sind kleine Änderungen beim Energieverbrauch? Laut einer McKinsey Studie (>siehe weiterführende Links) wird die Summe dieser Änderungen zu massiven Strukturänderungen der gesamten Energiewirtschaft im Sinne der Energiewende führen.

Mein Rat an die Jungen: Hier tun sich ausserordentliche Chancen auf für Forscher, Erfinder und Unternehmer.

(Prof. Klaus Ragaller/ETH-Klimablog)

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Diesen Blogbeitrag hat Mischa Werner gemeinsam geschrieben mit Daniel Sutter. Beide sind Doktoranden am Laboratorium für Trennprozesse der ETH Zürich.
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René Schwarzenbach ist emeritierter Professor für Umweltchemie. Gegenwärtig ist er Delegierter für Nachhaltigkeit der ETH Zürich.
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Sonia Isabelle Seneviratne ist Professorin für Land-Klima-Wechselwirkung an der ETH Zürich.
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Stefan Brönnimann ist Professor für Klimatologie am Oeschger Zentrum für Klimaforschung und am Geographischen Institut der Universität Bern.
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Konstantinos Boulouchos ist Professor für Aerothermochemie und Verbrennungssysteme an der ETH Zürich. Er war koordinierender Autor der Studie «Energiezukunft Schweiz» der ETH Zürich.
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Wissen aus erster Hand

Der ETH-Klimablog nimmt die aktuelle Debatte zum Klimawandel auf. Er bietet eine Plattform für die breite Öffentlichkeit wie auch für Fachleute. 20 Professorinnen und Professoren schreiben zu verschiedenen Wissensgebieten und thematisieren auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte. Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Studierende tragen mit eigenen Beiträgen zur Diskussion bei.

Lesen Sie weitere Beiträge und diskutieren Sie mit auf: www.klimablog.ethz.ch

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