Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen
publiziert: Donnerstag, 14. Nov 2002 / 18:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Nov 2002 / 18:24 Uhr

Bern - In der ganzen Schweiz haben Veranstaltungen zum 6. Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen stattgefunden.

Im Zentrum der Kampagne standen für einmal betroffene Frauen.
Im Zentrum der Kampagne standen für einmal betroffene Frauen.
Alkoholabhängigkeit wird gemäss den Organisatoren in der Regel als Männerproblem wahrgenommen. Von den rund 300 000 Betroffenen in der Schweiz sind aber fast ein Drittel Frauen. Diese Tatsache jedoch wird tabuisiert.

Bei Frauen entwickelt sich die Sucht oft innerhalb des familiären und häuslichen Umfelds. Durch die frühe Sozialisierung auf Familie und Beruf fühlen sie sich häufig allein für familiäre und partnerschaftliche Belange verantwortlich.

Probleme in diesen Bereichen nehmen Frauen dann immer wieder als persönliches Versagen wahr. Bei einem niedrigem Selbstwertgefühl führt dies unter Umständen zu starken Scham- und Schuldgefühlen. Alkohol kann dann dazu dienen, die negativen Gefühle zu bekämpfen und zu vergessen.

Auch Gewalterfahrungen - etwa körperliche Misshandlung oder sexuelle Ausbeutung - stehen oft am Anfang einer Alkoholabhängigkeit von Frauen.

Den zweiten Schwerpunkt des diesjährigen Solidaritätstages bildete die so genannte Co-Abhängigkeit, ein spezifisches Frauenproblem. Schätzungsweise 450 000 bis 900 000 Menschen in der Schweiz haben einen alkoholabhängigen Angehörigen.

Meistens finden sich Frauen in einer solchen Situation wieder, denn Männer verlassen ihre trinkenden Partnerinnen viel schneller als umgekehrt. Frauen versuchen demgegenüber häufig, ihren trinkenden Partnern zu helfen, indem sie deren Defizite und Probleme kompensieren.

Dies aber ist gemäss dem Sozialpsychologen Richard Müller, Leiter der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), der falsche Weg. Im Umgang mit Süchtigen gebe es eine eiserne Regel, an die man sich halten solle: Man muss ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zurückgeben, sagt Müller in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger.

Müller weist auch darauf hin, dass der Alkoholismus von Eltern schwere psychische und physische Folgen für deren Kinder haben könne.

(bsk/sda)

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