10. Etappe: Gérardmer - Mulhouse
Solo-Sieger Martin in Mulhouse vor Cancellara
publiziert: Sonntag, 13. Jul 2014 / 18:08 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Jul 2014 / 19:37 Uhr
Tony Martin baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
Tony Martin baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.

Tony Martin gewinnt die 10. Etappe der Tour de France in Mulhouse solo. Derweil die Deutschen damit den bereits fünften Tagessieg bejubeln, muss Vincenzo Nibali das Leadertrikot abgeben.

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Den Grundstein zu seinem dritten Etappensieg im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt legte Martin während der zweiten von insgesamt sechs als Bergpreis klassifizierten Steigungen zwischen Gérardmer und Mulhouse. Am Col du Wettstein vermochte sich der im Thurgau wohnhafte Ostdeutsche zusammen mit dem Italiener Alessandro De Marchi vom Feld abzusetzen.

Eine zu Beginn knapp 30 Fahrer umfassende Gruppe, der auch der spätere Etappen-Zweite Fabian Cancellara, aber keine Anwärter auf den Gesamtsieg angehörten, nahm daraufhin die Verfolgung des deutsch-italienischen Duos auf. In dieser Verfolgergruppe befand sich mit dem Franzosen Tony Gallopin der Elfte des Gesamtklassements - und dieser wies vor dem Start zur 9. Etappe lediglich dreieinhalb Minuten Rückstand auf Nibali auf. Da sich die Gruppe immer mehr vom Feld mit Leader Nibali abzusetzen vermochte, war Gallopin vor dem Aufstieg zu Le Markstein, der ersten Bergwertung der ersten Kategorie in der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt, erstmals virtueller Tour-Leader.

Cancellara Sieger im Sprint der Verfolger

Hinauf zum grössten Hindernis der Etappe konnte De Marchi dem Tempo von Martin schliesslich nicht mehr folgen. Der Deutsche baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus - nicht nur gegenüber dem Italiener, sondern auch gegenüber der Verfolgergruppe. Für Fabian Cancellara wurde es dadurch immer schwieriger, den Traum vom Etappensieg zu realisieren. Das Etappenprofil wäre für den Berner durchaus vielversprechend gewesen, da das Finale auf einen Zeitfahr-Spezialisten wie Cancellara zugeschnitten war. Einer der besten Zeitfahrer der Gegenwart ist jedoch auch Martin, und so erstaunte es kaum, dass sich der 29-jährige neue Bergpreis-Leader auf den letzten 43 abfallenden und flachen Kilometern nach Mulhouse den Sieg nicht mehr entreissen liess. Immerhin konnte Cancellara 2:45 Minuten nach Martins Zielankunft den Sprint um Platz 2 vor dem Belgier Greg van Avermaet für sich entscheiden.

Die 9. Etappe brachte nicht nur einen Wechsel an der Spitze des Bergpreis-Klassement mit sich (von Blel Kadri zu Martin), sondern auch in der Gesamtwertung. Nibali musste das Maillot jaune an Gallopin abtreten, da das Feld nach der letzten Bergwertung keine Zeit wettmachen konnte. Der Italiener wird dies jedoch verschmerzen können, da nicht davon ausgegangen wird, dass Gallopin in den Alpen und in den Pyrenäen mit den Besten wird mithalten können. Gallopin führt nun mit 1:34 Minuten vor Nibali und 2:40 Minuten vor dem Portugiesen Tiago Machado. Alberto Contador ist Neunter (4:08 Minuten zurück).

Resultate:
1. Tony Martin (De) 4:09:34. 2. Fabian Cancellara (Sz) 2:45. 3. Greg van Avermaet (Be). 4. Tom Dumoulin (Ho). 5. Matteo Montaguti (It), alle gleiche Zeit. 

Gesamtklassement:
1. Tony Gallopin (Fr). 2. Vincenzo Nibali (It) 1:34. 3. Tiago Machado (Por) 2:40. 4. Jakob Fuglsang (Dä) 3:18. Ferner: 9. Alberto Contador (Sp) 4:08.

(bert/Si)

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