«Wir bieten Straffreiheit an»
Somalia bietet Shabab-Kämpfern Amnestie an
publiziert: Dienstag, 9. Aug 2011 / 13:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Aug 2011 / 15:49 Uhr
Somalische Rebellen und Regierungstruppen kämpfen weiterhin gegeneinander. (Archivbild)
Somalische Rebellen und Regierungstruppen kämpfen weiterhin gegeneinander. (Archivbild)

Mogadischu - Wenige Tage nach dem überraschenden Rückzug der radikalislamischen Shabab-Miliz aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat die Übergangsregierung den Kämpfern eine Amnestie angeboten. Es sei an der Zeit, «den Krieg zu beenden», sagte Regierungssprecher Abdirahman Osman.

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Er rief die Shabab-Kämpfer am Dienstag auf, ihre Waffen niederzulegen und sich in die Gesellschaft einzugliedern. "Wir bieten Straffreiheit an", sagte der Regierungssprecher.

Die Miliz hatte am Samstag ihre Stellungen in Mogadischu verlassen. Während die Übergangsregierung dies als Erfolg darstellte, sprach Al-Shabab von einer "taktischen Änderung".

Trotz des Rückzugs kommt es in Mogadischu weiterhin zu Kämpfen zwischen einigen verbliebenen Rebellen und Regierungstruppen, die von Soldaten der Afrikanischen Union unterstützt werden. Auch am Dienstagvormittag waren einem AFP-Korrespondenten zufolge wieder sporadisch Schüsse zu hören.

Die Shabab-Miliz kämpft seit 2007 gegen die schwache somalische Übergangsregierung. Sie hat weite Teile des Südens und des Zentrums des Landes unter ihrer Kontrolle. Dort behindern die Kämpfer nach Angaben der UNO die Hilfe für die Opfer der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika, von der Somalia am schwersten betroffen ist.

UNO befürchtet dramatische Massenflucht

Die Vereinten Nationen erwarten derweil wegen der Hungerkatastrophe in Somalia einen dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen. Die Hilfsbemühungen der internationalen Gemeinschaft am Horn von Afrika könnten damit nicht Schritt halten, warnte die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Dienstag in Genf.

Die Folgen einer Massenflucht zur Grenze und in die Hauptstadt Mogadischu könnte in den kommenden Wochen "schlicht untragbar" werden, sagte der FAO-Vertreter in Kenia, Luca Alinovi. Es gebe deutliche Hinweise darauf, dass Tausende im Süden und in der Mitte des Landes versuchten, ihre Häuser zu verlassen.

 

 

(bg/sda)

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