Fordert europaweite Solidarität
Sommaruga: «Schwierige Diskussion» über Verteilung von Flüchtlingen
publiziert: Dienstag, 16. Jun 2015 / 10:36 Uhr
«Wir setzten uns schon lange für einen Verteilschlüssel ein»
«Wir setzten uns schon lange für einen Verteilschlüssel ein»

Luxemburg - Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erwartet beim EU-Innenministertreffen eine «schwierige Diskussion» über die Einführung verbindlicher Quoten zur Verteilung von Flüchtlingen. Sie fordert eine «europaweite Solidarität».

6 Meldungen im Zusammenhang
Angesichts der vielen Flüchtlinge, die zurzeit übers Mittelmeer nach Europa kommen, kann laut Sommaruga nur «gemeinsam eine Lösung» gefunden werden. Die Schweiz unterstütze daher die Migrationsagenda der EU-Kommission, sagte die Bundespräsidentin am Dienstag in Luxemburg vor Beginn des Ministertreffens.

In dieser Agenda hatte Brüssel einen verbindlichen Verteilschlüssel vorgeschlagen, nach dem 40'000 in Italien und Griechenland gestrandete Flüchtlinge auf die anderen EU-Staaten umgesiedelt werden sollen.

Der Verteilschlüssel

Der Zuteilung von Flüchtlingen via Quoten steht die Schweiz grundsätzlich positiv gegenüber: «Wir setzten uns schon lange für einen Verteilschlüssel ein», sagte Sommaruga. Liegt der definitive Beschluss für einen Schlüssel auf dem Tisch, dann «wird die Schweiz ihre Teilnahme prüfen».

An das Dubliner Abkommen assoziierte Drittstaaten wie die Schweiz sind laut der EU-Kommission nicht verpflichtet, bei der Aufnahme von Flüchtlingen via Quoten mitzumachen. Sie seien aber «eingeladen, sich am Programm zu beteiligen».

(flok/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Rückführung von Flüchtlingen kostet viel Geld.
Brüssel - Die europäischen Staaten haben für die Rückführung von Flüchtlingen in Heimatländer seit dem Jahr 2000 rund 11,3 Milliarden Euro ausgegeben, für die Sicherung der Grenzen gegen ... mehr lesen
Luxemburg - Die EU-Staaten haben die heikle Diskussion über die Einführung von ... mehr lesen
Begrüsst wurde der Vorschlag so genannten «Hotspots», wo neu angekommene Flüchtlinge vor Ort von Fachpersonal registriert werden.
Frankreich hat die Zurückweisung von Flüchtlingen an der französisch-italienischen Grenze verteidigt.
Paris/Rom - Frankreich hat die Zurückweisung von Flüchtlingen an der französisch-italienischen Grenze verteidigt. «Italien muss sich um sie kümmern, das ist das europäische ... mehr lesen
Bern - Italien beschränkt sich bei der Diskussion zwischen Bern und der EU über ... mehr lesen
Paolo Gentiloni reiste in die Schweiz. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Trotz heftigen Widerstands will die EU-Kommission Zehntausende Flüchtlinge in Europa umsiedeln.
Brüssel - Zur Entlastung von Italien und Griechenland will Brüssel 40'000 Flüchtlinge innert zwei Jahren auf andere EU-Staaten verteilen. Das hat die EU-Kommission am Mittwoch vorgeschlagen. ... mehr lesen 1
Jeder...
Mensch hat in der CH/EU ein Recht auf ein ordentliches Asylverfahren. Dafür gibt es das Asylrecht! Diejenigen, die anerkannt werden, sollten auch geschützt und ordentlich versorgt werden aber diejenigen die abgelehnt werden, gehören so schnell, wie es nur geht, abgeschoben. Und zwar ohne Wenn und Aber!
Nur so lässt sich auch in der Bevölkerung wieder mehr Akzeptanz erreichen. Und diejenigen, die dagegen sind, können mit ihren eigenen Mitteln anderweitig für die abgelehnten Asylbewerber aufkommen, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Dafür gibt es das Asylrecht. Ansonsten kann man das auch abschaffen, wenn die Rückführungsquote weiterhin derart gering bleibt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Geisterspiele sind in der Schweiz ab dem 8. Juni erlaubt.
Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er ... mehr lesen  
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei ... mehr lesen  
Selbständigerwerbende können trotz allfälliger Öffnung am 11. Mai 2020 bis am 16. Mai weiterhin Kurzarbeitsvergütungen bekommen, wenn das Geschäft wegen hygienischen oder anderen Einschränkungen nicht so schnell an Fahrt aufnimmt.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 18°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 16°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 16°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 17°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 22°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten