Migration
Sommaruga wirbt in Morges VD gegen Zuwanderungs-Initiative
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2014 / 19:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Jan 2014 / 19:49 Uhr
Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Morges - Justizministerin Simonetta Sommaruga hat im Spital in Morges VD vor den möglichen Folgen der Zuwanderungs-Initiative der SVP gewarnt. Das Gesundheitswesen, aber auch die Landwirtschaft und der Bau könnten ohne ausländische Arbeitskräfte nicht funktionieren.

8 Meldungen im Zusammenhang
Das Gesundheitswesen könne ohne die 32 Prozent ausländischen Arbeitskräfte die Leistungen nicht sicherstellen, betonte die Justizministerin.

Im Spital von Morges, wo sich die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements mit ungefähr hundert Angestellten austauschte, beträgt der Anteil 36 Prozent. Bei den Ärzten stammen 40 Prozent aus dem Ausland. Im Kanton Waadt beläuft sich ihr Anteil gar auf 47 Prozent.

Der starke Bevölkerungszuwachs der vergangenen Jahre habe zwar zu einem Unbehagen geführt, sagte Sommaruga. Dennoch liege die Arbeitslosenquote in der Schweiz bei 3 Prozent, während sich jene der europäischen Nachbarn im zweistelligen Bereich bewegten.

Der Anlass im Spital Morges wurde vom Wirtschaftsdachverband economiesuisse und den Waadtländer Spitälern veranstaltet. Die Wirtschaftsverbände hatten sich bereits am Montag gegen die Initiative ausgesprochen und ebenfalls vor dem Mangel an Fachkräften gewarnt.

Keine Antworten

Die SVP-Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» gebe keine Antworten auf die wahren Herausforderungen, hielt Sommaruga fest. Sie werde weder die Löhne noch gute Arbeitsbedingungen schützen und auch nicht mehr bezahlbare Wohnungen oder bessere Infrastrukturen schaffen.

Die Justizministerin kündigte an, sich in diese Kampagne besonders einzubringen, weil für die Schweiz, den bilateralen Weg und die Wirtschaft viel auf dem Spiel stehe. Im Gegensatz zur Minarettinitiative sei diese Abstimmung nicht nur symbolisch.

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Personenfreizügigkeit in Europa gleicht Schocks auf dem ... mehr lesen 3
Die Schweiz zieht gut qualifizierte Arbeitskräfte an.
Die Zuwanderungs-Initiative schaffe neue Probleme, sagte Bundespräsident Didier Burkhalter.(Archivbild)
Schwanden GL - Die Delegierten der FDP Schweiz haben sich am Samstag in Schwanden GL sowohl gegen die Pädophilen-Initiative als auch gegen die SVP-Initiative «gegen ... mehr lesen
FDP, CVP und BDP rufen heute Samstag ihre Delegierten zu nationalen ... mehr lesen
Bei der CVP ist für den 9. Februar einzig die Parole über die Initiative zur Abtreibungsfinanzierung noch offen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM)
Bern - Laut SVP-Zuwanderungsinitiative sollen einheimische Arbeitskräfte gegenüber ausländischen Neuzuzügern bevorteilt werden. Dieser sogenannte Inländervorrang würde zu Mehraufwand und ... mehr lesen 1
Zürich - Die Zuwanderungsinitiative ... mehr lesen
Laut Umfrage wird derzeit die Zuwanderungsinitiative der SVP abgelehnt.
Roberto Balzaretti.
Ein Ja zur Zuwanderungsinitiative der SVP hätte laut dem Schweizer EU-Botschafter Roberto Balzaretti weitreichende Konsequenzen: «Wir hätten sicher mit einem Unterbruch aller ... mehr lesen
rote brille
ja nehmen Sie mal Ihre rote Brille ab, Sie haben schon genug Unheil angerichtet, seit Sie im Bundeshaus arbeiten. Für mich sind Sie ein Barbie-Doll und kann nicht verstehen, dass Sie in die eidgenössische Bundesinstanz gewählt wurden. Sind Sie etwa auch ein Muslim, eine echte Schweizerin könnte nie so handeln. Ich respektiere jeden Bundesrat, Sie aber nicht. Von wo kommen Sie. Und ich bin sehr froh, auch viele Einheimische, wenn Sie nicht mehr im Bundeshaus weilen. Gehen Sie nach Hause und helfen all den Muslims, die Sie einwandern lassen, nehmen Sie ein paar in Ihrer schicken Villa auf und leben mal mit den Einheimischen.
"Folgen der Zuwanderungs-Initiative der SVP gewarnt"
Aber, aber Frau Sommaruga. Nehmen Sie doch einen Augenblick lang Ihre rote Brille ab! Es ist und war von Anfang an nicht allein die SVP!
Nun ja, muss man verstehen. Die SVP ist das einzige Argument, das den Einwanderungsbefürwortern noch bleibt. Jeder/jede treibt eben die intellektuelle Redlichkeit, so weit er/sie kann...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte weit entfernt: So weit wie der Nationalrat will die kleine Kammer der Wirtschaft nicht entgegenkommen. mehr lesen  
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder ... mehr lesen
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Zustimmung bröckelt  Bern - Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. Laut der zweiten SRG-Trendumfrage ist die Zustimmung allerdings gesunken. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 2°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 4°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 5°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 1°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 4°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 4°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten