Olympia: Riesenslalom Frauen, Vorschau
Sonja Nef kann die Bilanz noch retten
publiziert: Donnerstag, 21. Feb 2002 / 09:53 Uhr

Park City - Sonja Nef befindet sich in derselben Ausgangslage wie vor der letztjährigen WM in St. Anton: Auch dort hatte sie im Slalom ihre Medaillenchance nicht wahrnehmen können, doch im Riesenslalom, ihrer stärksten Disziplin, schlug sie dann zu.

Sonja Nef hat im Riesenslalom noch die Chance, eine Medaille zu holen.
Sonja Nef hat im Riesenslalom noch die Chance, eine Medaille zu holen.
Und noch etwas war schon letzten Winter in St. Anton genau gleich: Die Schweizerinnen stehen vor dem letzten alpinen Frauen-Rennen erneut ohne zählbares Ergebnis da. Wiederum bleibt also der Riesenslalom die letzte Hoffnung. Sonja Nef macht sich für Freitag auf eine schwierige Prüfung gefasst: "Im Slalom konnte ich immerhin sehen, wie hier die Bedingungen bei schlechtem Wetter sind."

Doch Sonja Nef bleibt optimistisch. Im Riesenslalom vermochte sie zwar ihre Siegesserie des Vorwinters nicht zu wiederholen, aber nachdem sie nun ihre Erkältung überwunden hat, fühlt sich die Ostschweizerin wieder ähnlich stark wie Anfang Januar in Maribor, wo sie souverän triumphierte. Und schliesslich wird der Riesenslalom nicht wie der Slalom in Deer Valley, sondern im wenige Kilometer entfernten Park City ausgetragen, wo sie letzten Winter die Olympia-Hauptprobe gewann: "Der Hang gefällt mir gut. Nach dem Start kann man zwar noch in die Hocke, danach aber gehts rein ins Steile. Auf dieser Strecke muss man immer arbeiten."

Lilian Kummer: "Cool bleiben ..."

Als Siegerin des Riesenslaloms von Lienz müsste eigentlich auch die Walliserin Lilian Kummer unter die Favoriten gereiht werden. Doch ihre Leistungen waren in diesem Winter ziemlich unkonstant. Der 8. Platz von Are war ihr zweitbestes, der 17. Rang von Berchtesgaden ihr drittbestes Ergebnis. Lilian Kummer gibt sich denn auch vorsichtig: "Ich gehe in meiner Zielsetzung nicht von bestimmten Rängen aus. Wenn es mir gelingt, cool zu bleiben, dann ist alles möglich."

Zurückhaltend äussert sich Fränzi Aufdenblatten: "Für mich wäre ein Rang unter den ersten 10 sicher gut, wenngleich auch mir bewusst ist, dass an Olympischen Spielen nur die Medaillen zählen. Aber es würde doch etwas arrogant tönen, wenn ich sagte, ich käme unter die ersten 3." Die 21-jährige Zermatterin hat ihr immenses Talent aber schon verschiedentlich unter Beweis gestellt: 5. war sie in Are, 6. in Berchtesgaden. Auch Corinne Rey-Bellet schaffte es diesen Winter im Riesenslalom zweimal in die Top 10 (5. in Berchtesgaden, 7. in Maribor). Die Walliserin zeigte in Snowbasin als Fünfte eine gute Abfahrt, weniger erfolgreich blieb sie dagegen als Neunte im Super-G.

Österreich noch ohne Riesenslalom-Olympiasiegerin

Die zentrale Frage bleibt aber, wer denn Sonja Nef am ehesten am Sieg hindern könnte. Vertraut man den Resultaten, müsste dies am ehesten die Österreicherin Michaela Dorfmeister sein, die schon dreimal in dieser Saison gewann. Sollte sie gewinnen, gäbe dies eine sporthistorische Schlagzeile. Man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich so: Noch nie war eine Österreicherin Riesenslalom-Olympiasiegerin. Und es wäre auch so etwas wie ein Befreiungsschlag für Cheftrainer Karl Frehsner, dessen Team bisher nur mit zwei mageren Medaillen (Kombinations-Silber und Abfahrts-Bronze von Renate Götschl) dasteht.

Je einen Saisonsieg errangen auch die Norwegerinnen Andrine Flemmen und Stina Hofgard Nilsen. Wenn eine dieser beiden nur schon eine Medaille gewinnt, wäre auch dies eine Novität: Noch nie holte bisher eine Norwegerin im Riesenslalom der Frauen Edelmetall. Aber nach den Ereignissen der letzten Tage scheint auch für Janica Kostelic nichts mehr unmöglich. Im Riesenslalom hat die Kroatin zwar nur einen 10. Rang als bestes Saison-Ergebnis vorzuweisen, aber wer weiss... Übrigens: Vier Medaillen an ein und denselben Spielen hat im alpinen Skirennsport der Frauen noch niemand gewonnen.

(Werner Eisenring, Park City /sda)

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