Olympia: Ski alpin, Slalom Frauen
Sonja Nef und Marlies Oester wollen attackieren
publiziert: Dienstag, 19. Feb 2002 / 09:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Feb 2002 / 14:53 Uhr

Deer Valley - Nach den Enttäuschungen in den Speed-Rennen bleiben die technischen Disziplinen als letzte Hoffnung auf alpine Schweizer Medaillengewinne. Sonja Nef und Marlies Oester versuchen am Mittwoch im Slalom von Deer Valley, den Bann zu brechen.

Medaillen-Hoffnung Sonja Nef.
Medaillen-Hoffnung Sonja Nef.
An Grossanlässen vermochte Sonja Nef im Slalom noch nie zu brillieren. An den Weltmeisterschaften von 1996, 1997 und 1999 schied sie ebenso aus wie an den Olympischen Spielen von 1998 in Nagano. Letztes Jahr an den WM in St. Anton vermochte sie sich als Siebente immerhin erstmals zu platzieren. Doch in diesem Winter fährt die Appenzellerin in ihrer zweiten Disziplin so konstant wie noch nie. Dreimal stand sie im Weltcup schon auf dem Podest. Zweite war sie in Saalbach, Dritte in Sestriere und in Maribor.

Wenn ich für einmal schon im ersten Lauf von Anfang an präsent bin, dann habe ich sicher eine gute Chance auf eine Medaille", ist sich die Ostschweizerin sicher. "Die ersten Durchgänge habe ich im bisherigen Winter fast immer etwas verschlafen. Doch ich habe zuletzt an diesem Problem gearbeitet", sagt sie, "wichtig wäre ein gutes Slalom-Ergebnis auch im Hinblick auf den Riesenslalom." Mit einer Medaille im Sack liesse sich die zweite Aufgabe natürlich viel lockerer angehen.

Dass man vom ersten Meter an attackieren muss, weiss nach der Kombination auch die Adelbodnerin Marlies Oester (25). Dort fuhr die Berner Oberländerin im ersten Lauf viel zu defensiv, dort vergab sie ihre Medaillenchance: "Das war mir eine Lehre. Im Slalom gibt es nur eins -- volle Attacke." Mitte Januar hatte sie in Berchtesgaden völlig überraschend ihr erstes Weltcuprennen gewonnen, doch trotz diesem Erfolg mag sie sich nicht unter die Favoritinnen reihen: "Realistisch ist ein Rang unter den ersten 10, wenngleich natürlich die Hoffnungen deutlich grösser sind." Neben ihrem Sieg hat sie in diesem Winter noch einen 5. und zwei 9. Plätze als Top-10-Ränge vorzuweisen.

Dritte Schweizer Starterin ist die Glarnerin Corina Grünenfelder (26), die wie Marlies Oester erstmals an Olympischen Spielen dabei ist. Anfang Saison startete sie im Weltcup noch mit Nummern über 40, danach folgte in fast jedem Rennen eine Steigerung. Die beste Leistung gelang ihr in Maribor als Achte. In den Bereich der Medaillen wird sie aber kaum kommen.

Doch wer sind die Favoritinnen auf Gold? Einerseits ist da ganz gewiss Anja Pärson, die aktuelle Weltmeisterin, zu nennen. Sie peilt das an, was Pernilla Wiberg stets verwehrt blieb: Als erste Schwedin Slalom-Olympiasiegerin zu werden. Wie sie jeweils zu Werk geht, verdeutlicht ihre bisherige Saison-Bilanz: 4 Mal hat sie in Serie gewonnen, die anderen 4 Mal ist sie ausgefallen.

Wesentlich konstanter fährt die Französin Laure Péquegnot, die in allen acht Weltcup-Slaloms ins Ziel kam und dies nie schlechter als Siebente. Drei Siege stehen auf dem Konto der Französin. Ähnlich sicher kam die Amerikanerin Kristina Koznick über die Runden. Auch sie schied nie aus, war nie schlechter als Achte, und neben ihrem Ex-aequo-Sieg zusammen mit Marlies Oester war sie schon dreimal Zweite.

Und dann gibt es da noch eine, die just auf Olympia zur Bestform aufgelaufen ist: Janica Kostelic. Die Slalom-Seriensiegerin tat sich nach ihren diversen Knie-Operationen zu Saisonbeginn noch schwer. Zuletzt allerdings schaffte sie es in Berchtesgaden auf Platz 3, den letzten Slalom vor Olympia in Are liess sie aus. Und nach Gold in der Kombination und Silber im Super-G ist sie ganz gewiss auch in ihrer ehedem stärksten Disziplin ein heisser Tipp.

(Werner Eisenring, Deer Valley /sda)

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