Sonja Nef will den Bann brechen
publiziert: Montag, 7. Feb 2005 / 19:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Feb 2005 / 08:20 Uhr

Die Rolle ist für Sonja Nef nicht neu: Schon zweimal musste sie an Grossanlässen für die Schweiz die Kohlen aus dem Feuer holen. So schwer wie in Bormio wars aber noch nie. Die Weltmeisterin von 2001 zählt nicht mehr zu den Topfavoritinnen.

Sonja Nef mit ihrem Privattrainer Franz Gamper.
Sonja Nef mit ihrem Privattrainer Franz Gamper.
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Vor vier Jahren in St. Anton hatten sie und Michael von Grünigen mit ihren Siegen im Riesenslalom zum Ende der damaligen WM einen goldenen Glanz verliehen.

Und 2002 an den Olympischen Spielen von Salt Lake City rettete Sonja Nef mit ihrer Bronzemedaille im Riesenslalom die Schweiz vor einem kompletten Nuller. Am Dienstag im Riesenslalom wird es aber besonders schwer.

Die Ausgangslage hat sich verändert. "In St. Anton startete ich als absolute Topfavoritin, und auch in Salt Lake City wäre alles andere als eine Medaille eine schwere Enttäuschung gewesen", sagt sie. "Jetzt aber gehöre ich nicht mehr zum engeren Favoritenkreis, den bilden Tina Maze, Tanja Poutiainen und Anja Pärson."

Anschluss finden

Sonja Nef kämpft verzweifelt darum, den Anschluss an die Allerbesten wieder herzustellen. Seitdem sie sich Ende Februar 2003 das Kreuzband im linken Knie gerissen hatte, konnte sie nie mehr gewinnen und stand im Weltcup in ihrer einstigen Parade-Disziplin auch nie mehr auf dem Podest.

Genau dieses Podium visiert sie aber an der WM an: "Das Ziel ist eine Medaille. Wenn ich keine Fehler mache und mit ein bisschen Glück ist das sicher möglich. In nur einem Rennen kann vieles passieren. Ich werde jedenfalls voll angreifen."

An Santa Caterina knüpft Sonja Nef schliesslich einige gute Erinnerungen. Hier hat sie im Januar 2003 ihren 15. und bisher letzten Weltcupsieg errungen, und hier gelang ihr auch ihr bestes Saison-Ergebnis im Riesenslalom. Fünfte wurde sie am 8. Januar in Santa Caterina, nur 24 Hundertstel fehlten zu einem Podestplatz. Daneben schaffte sie es im bisherigen Winter aber nur noch einmal, als Neunte am Semmering, zu einem Platz in den Top 10.

Abstimmungsprobleme

Noch in Maribor hatte sich Sonja Nef darüber beklagt, dass im Riesenslalom die Abstimmung nicht perfekt sei. Inzwischen scheint sie einen Schritt weitergekommen zu sein.

Sie trainierte zusammen mit ihrem Privattrainer Franz Gamper in der Nähe von Brixen im Südtirol, auf einem ähnlich flachen Gelände wie in Santa Caterina. "Wir haben viel getestet und am Schuh etwas geändert. Das hat einiges gebracht."

Neben Sonja Nef komplettieren Marlies Oester, Fränzi Aufdenblatten und Nadia Styger das Schweizer Team. Styger und Oester hatten Ende November in Aspen mit einem 6. und einem 7. Rang überrascht, danach aber kein annähernd so gutes Ergebnis zustande gebracht.

Und Aufdenblattens bestes Saison-Ergebnis ist ein 20. Rang. Sonja Nef dürfte demnach der einzige Schweizer Trumpf im Riesenslalom sein.

(bert/Si)

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