Sonja Nef will sich rehabilitieren
publiziert: Donnerstag, 10. Feb 2005 / 23:00 Uhr

Heute Freitag folgt die drittletzte Chance auf einen Schweizer WM-Medaillengewinn: der Slalom der Frauen. Sonja Nef und Marlies Oester, die beiden einzigen Schweizer Starterinnen, können zumindest unbelastet antreten. Favoritinnen sind sie beide nicht.

Sonja Nef: 'Nun probiere ich es halt noch im Slalom.'
Sonja Nef: 'Nun probiere ich es halt noch im Slalom.'
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"Ich mag gar nicht an den Slalom denken", hatte Sonja Nef unmittelbar nach ihrem verpatzten Riesenslalom vom Dienstag gesagt. "Aber inzwischen", so Sonja Nef, "ist die grosse Enttäuschung etwas verarbeitet."

Im Slalom räumte sich die Appenzellerin vor wenigen Tagen noch die geringeren Erfolgsmöglichkeiten ein als im Riesenslalom. Das muss nichts heissen: "Nun probiere ich es halt noch im Slalom. Mir ist aber bewusst, dass es schon einen Exploit braucht, um eine Medaille zu machen, doch das galt schon für den ´Riesen´. Jedenfalls bin ich wieder frisch motiviert."

Im bisherigen Winter erreichte Sonja Nef zwischen den engen Stangen ebenso zwei Top-10-Ergebnisse wie im Riesenslalom. 5. wurde sie in Zagreb, 10. in Maribor. An den Grossanlässen brachte ihr aber der Slalom noch nie den durchschlagenden Erfolg. 7. war sie 2001 in St. Anton, Platz 6 errang sie 2003 in St. Moritz, bessere Klassierungen gab es nie.

Für Marlies Oester wäre es wohl vermessen, von Medaillen zu reden. Im Slalom lief es ihr in diesem Winter überhaupt nicht. Nur einmal konnte sie sich in den besten 20 klassieren, als 19. beim Nachtslalom von Zagreb. Immerhin hat sich die Berner Oberländerin von ihrer hartnäckigen Erkältung einigermassen erholt.

Anja Pärson erkrankt

Die Finnin Tanja Poutiainen steht bereits als Slalom-Weltcupsiegerin fest und müsste demnach als uneingeschränkte Favoritin gehandelt werden. Sie hat in diesem Winter eine beeindruckende Serie hingelegt.

In sechs der sieben Weltcup-Slaloms stand sie auf dem Podium, dreimal als Siegerin. Ein einziges Mal schaffte sie das Podest nicht -- ausgerechnet in Santa Caterina, wo unter Flutlicht die neue Weltmeisterin ermittelt wird. Bei der WM-Hauptprobe Anfang Januar hatte die in St. Gallen wohnende Wahlschweizerin nur Platz 6 belegt.

Poutiainen muss sich am ehesten der Doppel-Weltmeisterinnen Anja Pärson (Super-G und Riesenslalom) und Janica Kostelic (Abfahrt und Kombination) erwehren, die zudem 2001 und 2003 auch die letzten WM-Titel im Slalom gewannen.

Beide Stars sind oder waren indes angeschlagen. Während Kostelic nach dem Grippe-Out im Riesenslalom schon wieder auf dem Weg der Besserung war, lag Pärson am Tag vor dem Slalom mit Fieber und Antibiotika im Bett.

Den Riesenslalom hatte die Schwedin schon stark erkältet gewonnen, am Tag danach warf sie Fieber endgültig ins Bett. Im schwedischen Lager hoffte man aber bis zuletzt, dass Pärson am Freitag am Slalomstart steht. Die von einem Virus geschwächte Janica Kostelic kann dank Zucker- und Vitamininfusionen schon seit Mittwoch wieder trainieren.

(bert/Si)

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