Nanopartikel beschädigen Zellen
Sonnencreme und Co zerstören menschliche DNA
publiziert: Freitag, 11. Apr 2014 / 09:41 Uhr
Sonnencreme: Auch sie enthält Nanopartikel.
Sonnencreme: Auch sie enthält Nanopartikel.

Cambridge/Boston - In Produkten enthaltene Nanopartikel schädigen die DNA, wie Forscher am Massachusetts Institute of Technology und an der Harvard School of Public Health herausgefunden haben.

2 Meldungen im Zusammenhang
Die Produktpalette, die Nanopartikel enthält, reicht von Kosmetika über Sonnencreme bis hin zu Kleidung. Sie werden eingesetzt, um die Textur zu verbessern, Mikroben abzutöten oder die Haltbarkeit der Waren zu verlängern.

«Das Problem ist, dass wenn ein Nanopartikel aus einem Material gemacht wird, das als sicher erachtet wird, es üblicherweise auch als sicher angesehen wird. Es gibt Leute, die beunruhigt sind, aber es ist ein harter Kampf, weil wenn diese Dinge erst einmal in Produktion gegangen sind, ist es sehr schwer, das rückgängig zu machen», erklärt Forscher Bevin Engelward.

Fünf Nanopartikel im Test

Das Forscherteam rund um Engelward und Philip Demokritou untersuchte in einem High-Speed-Screening-Verfahren die Auswirkungen von Silber, Zinkoxid, Eisenoxid, Cerdioxid und Siliciumdioxid auf die DNA. Eine Sorte menschlicher Blutzellen (Lymphoblasten) sowie aus den Ovarien chinesischer Hamster gewonnene Zellen wurden toxikologischen Studien unterzogen.

Zinkoxid und Silber riefen bei den Untersuchungen den grössten Schaden an der DNA hervor. Bei einer Konzentration von zehn Mikrogramm pro Milliliter - eine Dosis, die nicht hoch genug ist, um alle Zellen zu töten - verursachten die Stoffe eine grosse Zahl an einzelsträngigen Brüchen in der DNA.

Forschung noch in Startlöchern

«Die grösste Herausforderung ist zu entscheiden, wann etwas gefährlich ist und wann nicht, basierend auf der Dosis. Bei niedrigen Levels sind diese Dinge wahrscheinlich in Ordnung», meint Engelward. «Aber die Frage ist: Bei welchem Level wird es problematisch, und wie lang werden wir brauchen, um das zu bemerken?»

Diese Frage müssen die Wissenschaftler erst noch beantworten. Zu tun bleibt noch einiges: Die Aufnahme von Nanopartikeln erfolgt hauptsächlich über Haut, Lunge und Magen. Deswegen sollen diese Zelltypen als nächstes auf ihre Verletzlichkeit geprüft werden.

(bert/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Lausanne - Nanoteilchen von Titandioxid können in der Lunge ähnlich wirken wie das ... mehr lesen 1
Die Forscher stellten fest, dass Nanopartikel von TiO2 ähnlich wirken wie Asbest und Siliciumdioxid.
Antiklumpmittel
Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die Reihenfolge:

"Diese Frage müssen die Wissenschaftler erst noch beantworten."

Diese Frage, ob Nanopartikel die Gesundheit gefährden können, liegt auf dem Tisch, seit es Nanotechnik gibt.
Warum werden solche Produkte immer zuerst in Umlauf gebracht und erst anschliessend, wenn das Geschäft schon tüchtig Geld in die Kassen spült, die Untersuchungen zur zentralen Frage gemacht?

Also, erst mal erfinden wir was, dann drücken wir es so schnell wie möglich jedem in die Hand und in die Produkte des Alltags und 10 Jahre später muss die Wissenschaft dann erst mal noch herausfinden, ob es eventuell Schäden verursacht hat.

Ist das Realsatire oder Feldversuche am lebenden Objekt?

Ich erinnere mich gerne an den Tag zurück, als ich zum ersten Mal erfuhr, dass es neuerdings wasserfeste Sonnencremes gäbe. Da ich so etwas nicht brauche, habe ich relativ spät davon erfahren. Eine noch ganz junge Dame hat dann ganz beiläufig das Problem auf den Punkt gebracht:

Wenn eine Creme, die in die Haut gerieben wird, nicht wasserlöslich ist, wo landet die dann schlussendlich?

Ich glaube, keiner, der solche Cremes verwendet, möchte das wirklich wissen:-)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet ...
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich ist es gelungen, einen neuartigen Sensor zum Nachweis des neuen Coronavirus zu entwickeln. Er könnte künftig eingesetzt werden, um die Virenkonzentration in der Umwelt zu bestimmen - beispielsweise an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten oder in Lüftungssystemen von Spitälern. mehr lesen  
Publinews Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich seit Jahren hoher Beliebtheit bei den Deutschen. Der Trend, Nahrungsmittelergänzungsmittel ... mehr lesen  
Nicht nur im medizinischen Bereich finden CBD Produkte Akzeptanz.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Wie man die Zukunft sieht...
Der Sehsinn gilt als wichtigster Sinn des Menschen. Rund 90 Prozent aller Umwelteindrücke hängen von den Augen ab. Trotzdem steigt die Anzahl an fehlsichtigen Menschen seit einigen Jahren auf der ganzen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 7°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 7°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 7°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 9°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 8°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 12°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten