Sonnenschutzmittel mit Nebenwirkungen
publiziert: Dienstag, 20. Jul 2004 / 16:41 Uhr

Bern - Sonnenschutzmittel, Konservierungsstoffe und Kosmetika haben möglicherweise unangenehme Nebenwirkungen: Chemische UV-Filter etwa wirken ähnlich wie Sexualhormone und können die Fortpflanzung von Mensch und Tier beeinträchtigen.

Sonnenbaden ist nicht mit jedem Schutzmittel angenehm.
Sonnenbaden ist nicht mit jedem Schutzmittel angenehm.
Zu diesem Schluss kommen zwei Forschungsteams der Unis Zürich und Basel. An Zellkulturen untersuchten sie die Hormonaktivität von chemischen Sonnenschutzmitteln, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mitteilte.

Bei mehr als der Hälfte von 17 getesteten UV-Filtern sei die Wirkung des weiblichen Sexualhormons Östradiol festgestellt worden. Gerade bei Kindern empfehle sich deshalb die Verwendung von Sonnencrèmes mit mineralischen Filtern.

Die Zürcher Forscher verabreichten die chemischen UV-Filter an lebende Ratten. Die Gebärmutter junger Rattenweibchen reifte rascher und wurde je nach Dosis auch schwerer, bei den Männchen verschob sich der Beginn der Pubertät.

Die Weibchen hatten zudem weniger Nachkommen. Dies sei aber eher auf die toxische als auf die hormonähnliche Wirkung der Substanzen zurückzuführen, sagte Magret Schlumpf von der Zürcher Forschungsgruppe auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Bereits in früheren Studien wurde gezeigt, dass die UV-Filter Krebszellen schneller wachsen lassen. Schon bei den in Sonnenschutzmittel üblichen Dosen bewirkten fünf von sechs getesteten Substanzen ein Wachstum der Brustkrebszellen.

Die Forschung konzentriere sich auf Sonnenschutzmittel, weil es sich um ein alltägliches Produkt handle, sagte Schlumpf. Interessant seien aber alle hormonaktiven Substanzen, wie sie beispielsweise in Kosmetika, Parfums oder Konservierungsmitteln verwendet würden.

Paul Vesel von der schweizerischen Gesellschaft für Chemische Industrie (SGCI) stellt die Resultate der beiden Forschungsgruppen in Frage: Die Wirkung hormonaktiver Substanzen werde auch von der Industrie intensiv erforscht. Dabei sei man zu anderen Ergebnissen gekommen.

(rr/sda)

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