Sonntags-Initiative präsentiert Pro-Argumente
publiziert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 10:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 11:09 Uhr

Bern - Autofreie Sonntage bringen mehr Lebensfreude, schaffen Freiräume, bieten spannende Freizeitmöglichkeiten und ermöglichen Ruhe und Besinnung: Davon sind die Befürworter der Sonntags-Initiative überzeugt.

Bald Sonntage ohne Auspuffabgase von Autos?
Bald Sonntage ohne Auspuffabgase von Autos?
An einer Medienkonferenz in Bern erläuterten Vertreterinnen und Vertreter des Initiativkomitees ihre Argumente. Hinter der Initiative stehen Jugendverbände sowie kirchliche und andere Kreise wie die Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz oder der Eisenbahnerverband. Über die Vorlage wird am 18. Mai befunden.

Die Initiative sei einfach umzusetzen und sehe grosszügige Ausnahmeregelungen vor, heisst es in einer Medienmitteilung. Bei einer Annahme der Initiative würden versuchsweise während vier Jahren vier autofreie Sonntage durchgeführt. Anschliessend könnte das Volk an der Urne über Fortführung oder Abbruch entscheiden.

Vorgesehen ist, an einem Sonntag pro Jahreszeit alle öffentlichen Plätze und Strassen inklusive Nationalstrassen von 4 Uhr bis 24 Uhr der Bevölkerung zur freien Nutzung ohne privaten Motorfahrzeugverkehr zur Verfügung zu stellen. Der öffentliche Verkehr bliebe gewährleistet. Weitere Ausnahmen würden vom Bundesrat festgelegt.

Der Solothurner Ständerat und SEV-Präsident Ernst Leuenberger erinnerte gemäss Medienunterlagen an die autofreien Sonntage im Jahre 1973, welche der Bundesrat im Zusammenhang mit der Ölkrise verfügt hatte. Wer diese Sonntage erlebt hat, spricht noch heute positiv davon.

Eine Lanze für die Kinder und Jugendlichen brach Silvan Meier von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV). Er sieht in der Initiative eine SAJV-Forderung wiedergegeben, nämlich dass die Umwelt für Kinder und Jugendliche wieder erlebbar wird.

(bsk/sda)

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