Auftaktzeremonie
Sotschi feiert Eröffnung der Olympischen Winterspiele
publiziert: Freitag, 7. Feb 2014 / 19:14 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Feb 2014 / 19:10 Uhr
Die Schweizer Delegation, angeführt von Simon Ammann zieht ein.
Die Schweizer Delegation, angeführt von Simon Ammann zieht ein.

Sotschi - Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben im russischen Sotschi die teuersten Olympischen Winterspiele aller Zeiten begonnen. Zu symbolischer Stunde um 20.14 Uhr Ortszeit nahm die aufwendige Eröffnungszeremonie mit Feuerwerken und Lichtspielen ihren Lauf.

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Trotz Boykottaufrufen von Menschenrechtlern waren mehr als 40 Staats- und Regierungschefs zur Eröffnungsfeier angereist, darunter auch der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter.

Während der mehrstündigen Auftaktfeier zogen rund 2900 Athleten aus 88 Ländern in das Fischt-Olympiastadion ein, die Schweizer Delegation wurde dabei vom Skispringer Simon Ammann angeführt.

Russische Geschichte

Künstlerisch begleitet wurde das Spektakel von 3000 Darstellern, die mit Massenformationen Auszüge aus der russischen Geschichte darboten. Nur eine kleine Technikpanne störte den sorgfältig inszenierten Ablauf.

Von fünf gewaltigen Schneeflocken unter dem Stadion-Hallendach verwandelten sich nur vier in olympische Ringe - das Erkennungslogo der Spiele blieb damit unvollendet. Im Vorfeld war von wesentlich grösseren Gefahren die Rede. Islamistische Rebellen im Nordkaukasus hatten mehrfach gedroht, Anschläge auf die Winterspiele zu verüben.

Aus Furcht vor Attentaten gleicht Sotschi schon seit Wochen einer Festung, der betriebene Sicherheitsaufwand ist beispiellos in der Olympia-Geschichte: Neben knapp 40'000 Sicherheitskräften sind rund um die Stadt auch Überwachungssatelliten und Drohnen im Einsatz.

Boden-Luft-Raketen werden ebenfalls bereit gehalten, im Schwarzen Meer kreuzen während der Spiele zwei US-Kriegsschiffe, um im Notfall die russischen Sicherheitskräfte unterstützen zu können.

Viel Glanz, zahlreiche Makel

Für Russland ist es das grösste internationale Ereignis seit dem Ende der Sowjetunion. Mit Kosten von rund 45 Milliarden Franken handelt es sich um die teuersten Olympischen Spiele aller Zeiten.

Der Glanz hat allerdings Makel: Kritik an Menschenrechtsverstössen und der Diskriminierung von Homosexuellen in Russland machten weltweit Schlagzeilen, hinzu kamen Berichte über Umweltschäden durch Bauprojekte, grassierende Korruption und unfertige Unterkünfte.

Trotz der Proteste und Boykottaufrufe von Menschenrechtlern reisten unter anderem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Chinas Präsident Xi Jinping, der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und der in seiner Heimat stark unter Druck stehende ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch nach Sotschi.

Ohne westliche Führungsriege

Aus der ersten Führungsriege der westlichen Staaten war dagegen niemand zugegen. Russlands Präsident Wladimir Putin liess sich von dem Gegenwind äusserlich nicht beeindrucken und sprach um 22.26 Uhr (19.26 Uhr MEZ) die traditionelle Eröffnungsformel.

Nach der massiven Kritik an Intoleranz gegenüber Schwulen und Lesben in seinem Land war beim Aufwärmprogramm vor der eigentlichen Eröffnungsshow zuvor ausgerechnet das russische Pop-Duo t.A.T.u. aufgetreten, dessen Frontsängerinnen einst als lesbisches Liebespaar vermarktet worden waren.

Die Olympischen Winterspiele laufen bis zum 23. Februar, anschliessend werden in Sotschi vom 7. bis zum 16. März die Paralympics abgehalten. Die verschärften Sicherheitsmassnahmen bleiben noch eine Woche länger, bis zum 23. März, in Kraft.

(bg/sda)

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