Sozialdepartement: Beide Frauen gegen Untersuchung
publiziert: Mittwoch, 23. Jan 2008 / 20:42 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 23. Jan 2008 / 21:04 Uhr

Zürich - Die beiden freigestellten Mitarbeiterinnen des Zürcher Sozialdepartements wehren sich gegen die geplante Administrativuntersuchung. Die Frauen hatten letzte Woche harsche Kritik im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Sozialgeldern geübt.

Monika Stocker hat einen Brief von den angeklagten Frauen bekommen.
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«Die geplante Adminstrativuntersuchung überschneidet sich mit der Strafuntersuchung gegen uns», heisst es in einem Brief an die Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker.

Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich wäre es laut den beiden «sachgerecht und rechtsstaatlich bedenklich», parallel zum Strafverfahren dieselben Personen einzuvernehmen.

Zudem zweifeln die beiden freigestellten Mitarbeiterinnen die Unabhängigkeit des Gutachters an. Er müsste auch das höhere Kader inklusive Stocker befragen. Der Gutachter werde aber von diesen Leuten bezahlt und habe mit der Untersuchung der Time-Out-Platzierungen vor einem Jahr bereits einen Grossauftrag gehabt.

Die Mitarbeiterinnen waren Ende Oktober von Stocker freigestellt worden, als gegen sie eine Administrativuntersuchung wegen Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung eingeleitet wurde. Sie werden verdächtigt, vertrauliche Daten zu konkreten Sozialfällen an die «Weltwoche» weitergegeben zu haben.

(dl/sda)

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