Sozialwerke müssen sparen
publiziert: Sonntag, 3. Jan 2010 / 10:48 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Jan 2010 / 12:02 Uhr

Bern - Die Menschen werden immer älter. Das führt zu höheren Ausgaben bei den Sozialversicherungen, jährlich um 2 bis 3 Prozent. Das sagte Yves Rossier, Chef des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Sparen sei angesagt.

Yves Rossier will eine weitere «Tragödie der IV» verhindern. (Archivbild)
Yves Rossier will eine weitere «Tragödie der IV» verhindern. (Archivbild)
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«Entweder sind wir bereit, jedes Jahr etwas mehr in die Sozialwerke einzuzahlen, oder wir müssen jedes Jahr runter mit den Leistungen, oder von beidem etwas. Das ist die Ausgangslage», sagte Rossier.

Mit der 6. Revision der Invalidenversicherung will er deshalb «fast 1 Milliarde Franken pro Jahr sparen». Denn eines sei sicher: «Nur mit Eingliederung können wir die IV nicht sanieren. Den ersten Teil der Sparvorschläge werden wir schon im Januar oder Februar vorlegen.»

Weiter hofft Rossier, dass sich die «Tragödie der IV» nicht wiederholt. Heikel werde es, wenn der AHV-Fonds unter 20 Prozent falle. Dann funktioniere das AHV-System nicht mehr reibungslos.

Während der BSV-Direktor bei IV und AHV sparen will, will er neue Geldquellen für die Erwerbsersatzordnung (EO), die den Urlaub der Mütter und die Diensttage der Soldaten bezahlt. «Der Bundesrat wird die Beiträge 2011 um 0,2 Lohnprozente erhöhen müssen», sagte er. Damit würde der Lohnabzug bei der EO 0,5 Prozent betragen

(bert/sda)

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Immer rauf
Fragen Sie doch auch mal Bund und Linke, warum es immer weniger Lohn für Schweizer Angestellte gibt. Here the usual suspects, die Hauptverantwortlichen.

Abgabenerhöhungen, Steuererhöhungen, neue Steuern, Krankenkasse.
Richtig sparen lernen
Was soll das Ganze. "Otto Normalbürger" muss jedes Jahr weitaus höhere Abstriche in Kauf nehmen als 2 bis 3 Prozent. Die Einnahmen aber (Löhne) bleiben bei vielen gleich hoch. Da kann man auch nicht irgendein anderes Kässeli hernehmen, um die, von Jahr zu Jahr grösser werdenden, Löcher zu stopfen. Da würde ich einmal ein paar teure Berater davon jagen und ein paar Schlechtverdienende einstellen. Letztere wissen am besten, wo man sparen kann.
Nicht richtig
Gewisse Kreise haben gerne Kranke. Denen kann man nämlich Medikamente verkaufen.

Jawoll in diesem Land werden gewisse Ausländer (auch ich bin einer) besser behandelt als wie Einheimische. Ich weiss nur nicht, ob das die Damen und Herren mit absicht machen um den Rassismus zu schüren.

Ich kenne zwei extreme Beispiele über die ich im Forum nicht schreibe, um Bekannte von mir nicht zu gefährden.

Kein Land der Welt hält sich voll an die Menschenrechte. In meinem Heimatland kann ich nicht abstimmen nur weil ich im Ausland wohne. Obwohl nach Menschenrecht jeder Bürger eines Landes das Recht hat abzustimmen.

Kultur ist ein Menschenrecht. Nur wenn jemand geschieden ist einen Nettolohn von ca 3000 CHF im Monat hat die Hälfte vom Lohn noch seiner Ex geben darf wie kann er sich Kino oder Theater leisten?
Sparen Soziale
Ist doch vollkommen klar, dass man bei den ARMEN sparen soll. Gut gemacht, das macht dann wieder mehr kranke, hungernde und verzweifelte Menschen und leben nicht lange, Somit wäre dann wieder mehr Platz für die Reichen. Very good Switzerland, thats how you get rid of 1/3 of people. Muss ich jetzt auswandern.
richtig
Sie haben meine gelegte Spur richtig gedeutet.
Vielen Dank, liebe hubabuba...
... für Ihre (unfreiwillige?) Information.
Zur Pauschalsteuer
Ich werde ja hier oft angegriffen weil ich mich als bürgerlich oute. Ich bin gegen mehr Steuern und Abgaben.

Nun kann es aber auch nicht sein, dass eine Schuhmacher der während der Rennzeit 60 bis 100 Million CHF verdiente, lediglich 500'000 an Steuern zahlt. Deshalb hatte ich vorgeschlagen die Vermögenssteuer um 0.2 % und die Pauschalsteuer für Ausländer auf max. 5 % zu setzen. Im Falle Schumi wären dass dann um die 5 Mio Einkommenssteuer pro Jahr gewesen. Damit wäre er immer noch billiger als überall weggekommen.

Da diese Besteuerung eine Spezialbesteuerung wäre, sollte sie auch nicht wieder den gleichen Gemeinden zukommen. Als nicht an den Kanton Schwyz oder Zug und deren Gemeinden, sondern in die Sozialwerke des Bundes. Somit hätte die ganze Bevölkerung etwas vom Standortvorteil Schweiz.

Es gibt nicht wenige Ausländer in der Schweiz bei denen eine Vermögenssteuer von 0.25 % pro Jahr einen Betrag von 50 Mio ausmacht. 10 solche Vermögende bringen somit den Sozialkassen 500 Millionen im Jahr.

Alternativ bleiben für diese Leute noch Wohnorte wie Monaco, Karibik oder Dubai. Mit den jetzigen Politik in Europa wird auch Monaco fallen müssen. Uebrigens ist Monaco mittlerweile so überbaut und hässlich, dass man sich da gar nicht mehr wohlfühlen kann. Gegen all diese Destinationen können wir punkto Lebensqualität noch locker punkten. Nein meine Lieben, es wird bald keinen Ort mehr geben an dem man sich vor den Staatsverbrechern verstecken kann. Die globale Ueberwachung ist schon perfekt.

Ich sage nicht wir sollen die Pauschalbesteuerung abschaffen. Diese ist sehr wichtig für die Schweiz und den Wohlstand. Ich sage nur man soll sie von lächerlich auf sinnvoll heben.

Anders gesagt: Steuer- und Standortvorteile ja. Die volle Gier aber nein. Es kann nicht sein dass dem Büezer immer mehr in die Tasche gelangt wird und diese Gruppe nichts beisteuern muss. Es kann auch nicht sein dass die Linke gegen Banker und Pharmabosse aufschreit, es aber offensichtlich OK findet wenn Promis nichts bezahlen müssen. Das Gleiche gilt bei linken Abzockern. Das ist dann voll OK.

Sinnvolle neue Steuermodelle würde man m.E. durchbringen. Mit den Linken kann man aber sinnvolle Modelle nie diskutieren. Wenn wir die Steuern massvoll und intelligent bei den Reichen abholen, sind auch Bürgerliche nicht dagegen. Was jetzt in unserem Land vorgeht 1. Treibstoffzoll rauf 2. Zigaretten und Alkohol rauf 3. MWST rauf 4. Vorne anfangen, zeugt höchstens von der Dummheit unserer Classe Politique.

Ich habe das so oft hier geschrieben, aber ich nehme mittlerweile wirklich an dass Bern alle verarmen lassen will. Einkommenssteuer, direkte Bundessteuer, Vermögenssteuer, Eigenmietwert, Sozialleistungen, MWST, Treibstoffzoll, CO2-Abgabe, Zigarettensteuer, Alkoholsteuer, Lenkungsabgabe, Motorfahrzeugsteuer, Vignette, Road Pricing. Da wird glatt vergessen dass der Bürger noch 2 Kinderchen aufziehen und hegen wollte. Womit denn?

Unsere lieben Politiker denken den ganzen Tag nur über neue Steuern, Abgaben und Steuererhöhungen nach. Nicht mehr lange und Bern hat bei den Schweizer Normalos nix mehr zum melken. Und Thomy: Dieser Leuenberger muss endlich weg!

Die grösste Kunst des Teufels ist es glauben zu machen er existiert nicht. Die grösste Kunst unserer Staaten ist uns glauben zu machen, Steuern zu zahlen wäre unser durch Geburt erhaltenes Menschenrecht. Dabei ist der wahre Verbrecher der Staat.
Ketzerisch
Ganz schön ketzerisch!

Na das verstehe ich mal als zynische Provokation zum Gedanken anregen. Eben nicht raus zum Sterben, nicht Leute abschieben nur weil Sie 62 oder 65, aber noch voll im Schuss sind und alle von ihnen noch so viel lernen können. Der Weg dazu ist eine grössere Flexibilisierung des Rentenalters.

Unsere Gesellschaft ist krank. Früher war Alter ein Zeichen von Weisheit. Es gab die Dorfältesten etc. Und heute? Heute wird das Altern behandelt als wäre es eine Schande und Krankheit. Facelifitings, Botox, alles um ja kein Fältchen zu haben.

Welche Lösungen wir später einführen, weiss noch keiner. Aber eines darf dieses Thema nicht sein: ein Tabuthema.

Sobald darüber diskutiert werden muss, dass wir den 40 Jahre Erwerbstätigkeit nicht 40 Jahre mit voller Rente anschliessen können, dass unsere Alterspyramide kippt und immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner bezahlen müssen, wird sofort aufgeschrien.

Es wird nur noch Sozialabbau geschrien. Nicht darüber nachdenken, nicht offen diskutieren. Nein! Tabu!! Ich kann auch einen anderen Gedanken einwerfen. Was wenn wir alle Hauptkrankheiten erfolgreich bekämpfen und die Leute 150 Jahre alt werden. Stellen wir dann 40 Jahren Erwerbstätigkeit 90 Jahre Rentenbezug entgegen? Undenkbar? Seit dem Mittelalter wurde die Lebenserwartung mehr als verdoppelt.

Es darf nicht sein dass die Linken mit Ihrem Geschrei von Sozialabbau jede vernünftige Diskussion verhindern. Keiner will die sozialen Errunggenschaften der Schweiz aufgeben oder Sozialabbau betreiben. Wir müssen aber die Sozialdienste in den nächsten Jahren der Welt da draussen anpassen.
eine ketzerische Idee
Ihr zweiter Abschnitt bringt mich auf eine verrückte Idee ...
man könnte doch all jene,die ein Risiko von über 80% haben in den nächsten 5 Jahren zu sterben und nie wieder ohne intensive medizinische Behandlung auszukommen bis zum Tod, nicht weiter zu behandeln, sondern zu Dignitas oder Exit zu schicken.
Es wäre mit einem Spareffekt bei den Spital- und Pflegekosten sowie der AHV zu rechnen.

Absurd? Vielleicht. Jedoch weiss ich auch, dass es bei Naturvölkern vorkommt, dass Alte im voller Absicht in die Wildnis hinausgehen, wo sie unvermeidlicherweise einem Raubtier zum Opfer fallen. .... Und niemand wird sie von diesem Vorhaben abbringen. Nomadenstämme in Sibirien haben keine Wahl, sie müssen die Alten zurücklassen, wenn diese die Wanderungen nicht mehr mitmachen können. Sie bauen ihnen ein Haus ohne Fenster und Türen, lassen ein paar Vorräte da und ziehen weiter. Sie wissen, dass die Alten gestorben sein werden, wenn sie das nächste mal an dieser Stelle vorbeiziehen.
wenn Sie wüssten
.... aber nein, ich verrate Ihnen nicht in welchem Punkt Sie mich falsch eingeschätzt haben.

Zur Waschmaschine: da haben Sie natürlich recht, aber dazu muss ich niemanden fragen, denn die Hausarbeit wird bei uns gleichmässig aufgeteilt.
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