Spam kommt verstärkt von Facebook-Freunden
publiziert: Dienstag, 10. Jul 2012 / 16:39 Uhr
Facebook: Der Grat zwischen dem Generieren von Einnahmen und dem Nerven der User ist schmal.
Facebook: Der Grat zwischen dem Generieren von Einnahmen und dem Nerven der User ist schmal.

New York - Die Werbeindustrie hat einen Weg gefunden, sich im Nachrichtenstrom der Social-Media-Plattformen Gehör zu verschaffen, wie TechCrunch berichtet. E-Commerce-Seiten bezahlen User dafür, Produkte über ihre Accounts bei Facebook, Twitter und Co an Freunde weiterzuempfehlen.

Ihre Full-Service Agentur für New Media (Web, Facebook, Apps, Mobile, Newsletter)
4 Meldungen im Zusammenhang
Die Pinterest-ähnliche Plattform The Fancy, auf der User neue Produkte entdecken können, hat kürzlich ein solches Programm eingeführt. Teilt ein User ein Angebot über seine sozialen Kanäle, erhält er für jeden erfolgten Kauf einen Rabatt von zwei Prozent auf das empfohlene Produkt.

Verlockendes Angebot

Neben The Fancy gibt es noch eine ganze Reihe ähnlicher Plattformen, die ebenfalls auf Bildern basieren und Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Produkte zu bewerben. Viele von ihnen versuchen mittlerweile, User mit Rabatten zum Teilen der angebotenen Waren zu bewegen. Allein die grösste und bekannteste derartige Plattform, Pinterest, verweigert sich derweilen noch gegen dieses Vertriebsmodell. «Im Deutschsprachigen Raum sind solche Spam-Geschichten für einige Social-Media-User bereits ein Ärgernis. Es handelt sich nicht um die ersten Versuche, die sozialen Verbindungen der Fans zu monetarisieren», sagt Ed Wohlfahrt von edRelations.

Um durch Produktempfehlungen Vergünstigungen zu bekommen, müssen sich Interessenten nicht einmal mehr gesondert anmelden. Solche Vorgehensweisen führen nicht nur zu durch zugespammte Nachrichten-Streams genervten Usern, sondern bedrohen die Netzwerke selbst. Die Relevanz der Inhalte wird vermindert, was die betroffenen Plattformen weniger attraktiv macht. Auch der Ruf von Plattformen, die zur Produktentdeckung einladen, leidet. «Die Nutzer von sozialen Netzwerken werden in Zukunft immer mehr Möglichkeiten an die Hand bekommen, um zu steuern, was sie relevant finden und was nicht», glaubt Wohlfahrt.

Keine Zukunft

Auf diese Weise könnten User einer Überschwemmung ihrer Accounts mit Spam entgegenwirken. «In den USA gibt es ein weniger aggressives Modell, um das Weiterempfehlen von Produkten zu fördern. Klout bietet einflussreichen Usern im Vorhinein Vergünstigungen an und hofft auf freiwilliges positives Feedback, ohne Zwang», erklärt Wohlfahrt. So sollen nur Waren angepriesen werden, die auch wirklich auf Gegenliebe gestossen sind.

«Soziale Netzwerke müssen aufpassen, nicht mit Spam assoziiert zu werden. Der Grat zwischen dem Generieren von Einnahmen und dem Nerven der User ist schmal. Die Menschen differenzieren oft nicht zwischen Inhalten und Medium. Kommt viel Spam, heisst es schlicht, dass das Netzwerk selbst nichts taugt», so Wohlfahrt. Die User entwickeln derweil eigene Strategien, um die Relevanz der Inhalte zu sichern. «Die meisten User setzen mittlerweile auf Qualität statt Quantität. Möglichst viele Kontakte zu haben, ist nicht länger das Ziel. In solchen Netzwerken machen erzwungene Empfehlungen keinen Sinn», sagt Wohlfahrt.

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook In verschiedensten Medien ist nach dem Amoklauf in Aurora, Colorado, darüber berichtet worden, dass Täter James Holmes ... mehr lesen
Ignorante These.
Wie viele Nutzer sind real?
Facebook London - Bei Facebook blüht das Geschäft mit Likes. Viele Unternehmen sind bereit, enorme Summen zu investieren, um die ... mehr lesen
Facebook San Francisco - Mit Empörung haben Facebook-Nutzer auf eine eigenmächtige Änderung ihrer Email-Adressen in dem sozialen ... mehr lesen 2
Facebook verärgert seine Nutzer wieder einmal.
Sheryl Sandberg.
Facebook New York - Facebook hat Sheryl Sandberg als erste Frau in seinen Verwaltungsrat bestellt. Sandberg wurde 2008 von Google ... mehr lesen
Ihre Full-Service Agentur für New Media (Web, Facebook, Apps, Mobile, Newsletter)
Der Lehrer ging gegen Facebook vor.
Der Lehrer ging gegen Facebook vor.
Gericht bestätigt Entscheidung  Paris - Der US-Internetgigant Facebook darf künftig auch in Frankreich verklagt werden. Ein Berufungsgericht in Paris entschied, dass die französische Justiz bei Rechtsstreitigkeiten zwischen dem sozialen Netzwerk und französischen Nutzern grundsätzlich zuständig ist. 
Etschmayer Die Hysterie und Aggressivität, mit der derzeit Debatten ausgetragen und aus Irritationen Probleme, aus Problemen Krisen und aus Krisen Katastrophen ... mehr lesen  
Filter-Bubbles können radikalisieren. (Screenshot des verlinkten TED-Talks)
Polizei löst Pegida-Kundgegbung in Köln auf Köln - Die Polizei hat nach Ausschreitungen eine Pegida-Kundgebung in Köln aufgelöst. Die Beamten seien aus der Menge der rund ... 2
Amazon spendet Erlös aus Pegida-Hymne an Flüchtlinge München - Der Online-Händler Amazon will nach eigenen Angaben seine Einnahmen aus dem Verkauf der ...
eGadgets Roboter bedient Hotelgäste Wer neuerdings in einigen Hotels in den USA den Zimmerservice ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -3°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel -3°C 1°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen -1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 3°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 1°C 6°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf -1°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 3°C 6°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten