Spanien will Flüchtlinge nach Marokko abschieben
publiziert: Donnerstag, 6. Okt 2005 / 07:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Okt 2005 / 13:59 Uhr

Madrid - Spanien will möglicherweise bereits ab dem heutigen Donnerstag illegal in seine nordafrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla eingereiste Afrikaner nach Marokko abschieben.

Die spanische Exklave Ceuta.
Die spanische Exklave Ceuta.
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Eine entsprechende Regelung haben Spanien und Marokko vereinbart. In den vergangenen Tagen hatten hunderte Afrikaner von Marokko aus die Grenzanlagen zu den Exklaven Ceuta und Melilla überrannt. Alleine am Mittwoch hatten etwa 500 Menschen versucht, Melilla zu stürmen; 65 von ihnen erreichten ihr Ziel. Bisher hatte Marokko sich geweigert, Flüchtlinge aus Drittstaaten wieder aufzunehmen.

Wie die spanische Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega in Madrid mitteilte, beruht die jetzt mit Rabatt getroffene Vereinbarung auf einem Übereinkommen aus dem Jahr 1992, das zuletzt nicht mehr angewandt wurde.

De la Vega kündigte an, dass Spanien den Marokkanern bei der Versorgung der Flüchtlinge humanitäre Hilfe leisten werde. In Kürze werde ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Die Europäische Union verhandelt bereits seit längerer Zeit mit Marokko über ein Abkommen, das die Rückführung illegaler Zuwanderer regeln soll.

(ht/sda)

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