Spanische Polizei vereitelt Bombenanschlag auf Bahnhof in Madrid
publiziert: Mittwoch, 24. Dez 2003 / 17:20 Uhr

Madrid - Im letzten Moment hat die spanische Polizei einen Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf einen Bahnhof in Madrid verhindert.

Die Bombe hätte mitten in der Weihnachtsreisezeit ein Blutbad angerichtet.
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Die Organisation habe zur stärksten Weihnachtsreisezeit zwei Sprengsätze im Bahnhof Chamartin zünden wollen, teilte Innenminister Angel Acebes mit. Die beiden mutmasslichen Attentäter und ETA-Mitglieder seien im Baskenland festgenommen worden.

Sie hätten zwei Sprengsätze in einem Zug detonieren lassen wollen, der um 15.12 Uhr in dem Bahnhof einfahren sollte, sagte Acebes. Die Bomben hätten um 15.55 Uhr hochgehen sollen. Die Polizei habe eine Tragödie verhindert, sagte der Innenminister.

Die europäische Polizeibehörde Europol hatte in einem am Sonntag von der spanischen Zeitung El Pais veröffentlichten Bericht davor gewarnt, dass die ETA schwere Anschläge plane.

Am 9. Dezember waren drei mutmassliche Anführer der ETA, darunter der ETA-Militärchef Gorka Palacios Alday, im Südwesten Frankreichs festgenommen worden. Der 29-Jährige wird auf der Liste der meistgesuchten Terrorverdächtigen in der EU geführt.

Die ETA kämpft seit 1968 gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Mehr als 800 Zivilisten, Politiker und Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden seither getötet.

(tr/sda)

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