Spannungen in italienischer Regierung nach Provinzwahlen

publiziert: Mittwoch, 28. Mai 2003 / 14:28 Uhr

Rom - Die Niederlage des Berlusconi-Bündnisses bei den Provinzwahlen in Rom haben zu Spannungen innerhalb der italienischen Regierung geführt.

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi.
Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi.
Die rechtsgerichtete Nationalallianz (AN) forderte vom italienischen Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine Neugewichtung in der Koalition. Bei einem Koalitionstreffen am Dienstag sei auch eine Regierungsumbildung zur Sprache gekommen, berichteten italienische Medien.

In Rom hatte die Nordallianz 20 Prozent der Stimmen erhalten, während Berlusconis Forza Italia nur 13 Prozent erreicht hatte. AN-Politiker kritisierten vor allem den kleinen Koalitionspartner Lega Nord, dessen Parteichef Umberto Bossi unmittelbar vor der Wahl die Stellung Roms als alleinige Hauptstadt Italiens in Frage gestellt hatte.

Das Mitte-Links-Oppositionsbündnis Ulivo hatte in der Provinz Rom mit 54 Prozent der Stimmen überraschend gewonnen. Dies wurde von der Opposition als Trendwende auf Landesebene bezeichnet. Berlusconis Bündnis hatte nur auf Sizilien seine führende Stellung verteidigen können.

(bsk/sda)

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