Sparen gegen Explosion der Gesundheitskosten
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 09:13 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Jun 2009 / 09:38 Uhr

Bern - Preisüberwacher Stefan Meierhans macht in Sachen Gesundheitskosten erneut Druck auf den Bundesrat. Er fordert eine Reihe von Massnahmen, darunter auch eine systematische Überprüfung der Medikamentenpreise alle drei Jahre.

Der Preisüberwacher Stefan Meierhans will die Direktimporte von Medikamenten erleichtern.
Der Preisüberwacher Stefan Meierhans will die Direktimporte von Medikamenten erleichtern.
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Weiter schlägt Meierhans vor, den Kreis der Vergleichsländer auszuweiten, deren Medikamentenpreise zur Festlegung der Preise in der Schweiz dienen.

Auch müssten die Vertriebsmargen von Apotheken, Arztpraxen und Spitalambulatorien deutlich gesenkt und Direktimporte von Medikamenten erleichtert werden.

All diese Massnahmen könnten vom Bundesrat auf dem Verordnungsweg umgesetzt werden, schreibt Meierhans in seinem Newsletter. Realistischerweise könnten damit Einsparungen in der Höhe von knapp vier Prämienprozenten oder 800 Millionen Franken jährlich erzielt werden.

Generika fördern

Der Preisüberwacher empfiehlt jedoch noch weitere Massnahmen: Generika müssten gefördert werden, indem falsche Verkaufsanreize bei den Apotheken beseitigt würden. Auch müssten Medikamente mit gleichem Wirkstoff künftig wie in Deutschland zum Preis des billigsten Präparats verkauft werden (so genanntes Festbetragssystem).

Ausserdem müssten die Medikamentenkosten in den Kostengewichten für die künftigen Fallpauschalen vollumfänglich eingerechnet werden, fordert Meierhans weiter. So könnten die Spitäler zu einem kostensparenden Einkaufsverhalten bei den Heilmitteln angehalten werden.

Ähnliche Forderungen wie Meierhans stellt auch eine Initiative des Konsumentenschutzes und der Krankenkassen, die derzeit vorbereitet wird. Sie verlangt, dass der Import von Medikamenten liberalisiert wird und dass das Festbetragssystem eingeführt wird.

(fkl/sda)

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