Gesundheitskosten steigen weniger stark
Sparmassnahmen bremsen Wachstum im Gesundheitswesen
publiziert: Montag, 16. Mai 2011 / 15:23 Uhr
Operation am offenen Herzen im Stadtspital Triemli in Zürich.
Operation am offenen Herzen im Stadtspital Triemli in Zürich.

Zürich - Die Gesundheitskosten in der Schweiz werden weiter steigen - aber weniger stark als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) hat ihre Prognose für das laufende Jahr nach unten, für das nächste leicht nach oben korrigiert.

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So rechnet die KOF für das laufende sowie für das Jahr 2012 mit einem Wachstum der gesamten Gesundheitskosten von jeweils 3,4 Prozent, wie sie am Montag vor den Medien in Zürich bekannt gab. In ihrer Prognose im vergangenen Herbst war die KOF noch von 3,7 beziehungsweise 3 Prozent Wachstum ausgegangen.

Als Hauptgründe für die Korrekturen nennt die Forschungsstelle die Lohnentwicklung und die Sparmassnahmen. Laut Institutsleiter Jan-Egbert Sturm überwiegen im laufenden Jahr die Sparmassnahmen den Effekt der Lohnentwicklung, umgekehrt überwiege 2012 der Effekt des höheren Lohnwachstums.

Nachdem die Löhne 2008 überdurchschnittlich gestiegen waren, betrug das Lohnwachstum im vergangenen Jahr lediglich 0,8 Prozent. Für 2011 und 2012 erwartet die KOF wegen der starken konjunkturellen Entwicklung wieder leicht höhere Wachstumsraten von jeweils 1 Prozent.

Für die die Ausgabenentwicklung im Gesundheitswesen seien die Löhne ein wichtiger Faktor, betonte Sturm. Rund 507'000 Personen seien mittlerweile im Gesundheitswesen beschäftigt.

Tiefere Medikamentenpreise dämpfen Ausgaben

Nebst dem moderaten Wachstum der Löhne wirkten sich auch tiefere Medikamentenpreise dämpfend auf die Gesundheitskosten aus, sagte Sturm weiter. Die im März 2010 in Kraft getretenen Preissenkungen bei Medikamenten führten zu jährlichen Einsparungen von 400 Millionen Franken.

Durch weitere vom Bund beschlossene Sparmassnahmen in diesem Bereich könnten im laufenden Jahr zusätzlich 50 Millionen und im nächsten Jahr 110 Millionen Franken eingespart werden. Entlastet würden die Gesundheitsausgaben zudem durch die Tarifsenkung bei Laboranalysen und Einschränkungen bei Vermittlung und Telefonmarketing der Krankenversicherungen.

Die Bedeutung des Gesundheitswesens nehme immer weiter zu, stellte Sturm fest. Dies zeigt sich am stetig wachsenden Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandprodukt (BIP). Für 2011 prognostiziert die KOF diesen Anteil auf 1,4 Prozent, für 2012 auf 11,5 Prozent.

(fkl/sda)

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