Spengler Cup von der NHL angehaucht
publiziert: Donnerstag, 23. Dez 2004 / 20:59 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Dez 2004 / 08:56 Uhr

Der 78. Spengler Cup Davos steht im Zeichen der National Hockey League. 20 ausgesperrte NHL-Akteure jagen bis Silvester für Davos, IFK Helsinki, Sparta Prag, Metallurg Magnitogorsk und das Team Canada dem Puck nach.

Team Kanada: Gewinner des Spengler Cups 2003.
Team Kanada: Gewinner des Spengler Cups 2003.
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In der Not kehrte Fredi Pargätzi vor 14 Monaten als OK-Präsident zum Spengler Cup zurück. Während seiner ersten elf Jahre an der Spitze des Spengler-Cup-OK (von 1990 bis 2000) träumte er vergebens von der Teilnahme eines NHL-Teams.

Für sein Comeback wird Fredi Pargätzi nun belohnt, denn die diesjährige Austragung bringt mehr als einen Hauch NHL ins Bündnerland.

20 Lockoutspieler von A wie Aebischer bis Z wie Zidlicky sind gemeldet. Die bekanntesten sind Martin St. Louis und Joe Thornton bei Davos, Lasse Pirjetä und Tomas Vokoun bei IFK Helsinki, Patrik Elias, Sergej Gonchar, Jewgeni Nabokow und Petr Sykora bei Metallurg Magnitogorsk und Petr Nedved und David Vyborny bei Sparta Prag.

Einzig im Team Canada fehlen NHL-Akteure. Pargätzi: "Ich hoffte, dass die Kanadier die Situation ausnützen würden. Die Verantwortlichen planten aber anders."

Um NHL-Spieler gezittert

Als Pargätzi im Herbst 2003 das Spengler-Cup-Ruder nach den Wirren im HCD wieder übernahm, war das 2003-Turnier aufgegleist. Der 2004-Event trägt nun aber wieder Pargätzis Handschrift.

Die Organisationsstruktur wurde geändert, gestrafft und liegt in neuen Händen. Pargätzi: "Speziell war, dass ich im neuen Team der einzige mit Erfahrung war. Der Rest des Teams musste eingearbeitet werden."

Im Gegensatz zu früher habe er sich viel intensiver mit der Verpflichtung der Teams beschäftigt. Er beobachtete die Ligen und Transfers akribisch genau. Der anstehende NHL-Lockout musste bei der Teamaquisitation ebenfalls berücksichtigt werden.

Pargätzi: "Bis letzte Woche zitterte ich um die NHL-Spieler zittern. Aber ich achtete vorher genau darauf, dass ich Mannschaften unter Vertrag nahm, die auch ohne NHL-Akteure konkurrenzfähig gewesen wären. Aus diesem Grund erteilte ich beispielsweise MoDo und Kazan eine Absage."

Starke Tschechen

Pargätzi machte seine Hausaufgaben sehr gut. Die Gastteams belegen in ihren Meisterschaften durchwegs Spitzenplätze.

Sparta Prag dominiert in Tschechien, für den Spengler Cup verstärkten sie sich ausserdem mit den Schweizer Internationalen David Aebischer, Adrian Wichser und Patrik Bärtschi. Das junge Team aus Magnitogorsk belegt in Russland Platz 2 hinter Dynamo Moskau.

IFK Helsinki arbeitete sich nach durchzogenem Start auf Platz 4 vor. Metallurg und IFK starten in Davos ohne Gast-Verstärkungen, wobei die Russen unmittelbar vor Turnierbeginn aber mit Elias und Sykora zwei Stars für den Spengler Cup und den Rest der Saison unter Vertrag nahmen.

Bestes Turnier nach WM

Dem HC Davos wird die fünfte Finalqualifikation hintereinander am "besten Eishockeyturnier nach der Weltmeisterschaft" (Arno Del Curto) nicht leicht gemacht. Del Curto: "Irgendwann wird Davos nicht im Final stehen.

Wir werden aber alles daran setzen, dass dies nicht schon nächste Woche der Fall sein wird. Unsere Chancen stehen gut, das Publikum wird uns wieder tragen. Wichtig ist ein guter Start ins Turnier."

Geändert wurde der Spielplan: Davos bestreitet immer noch das Auftaktspiel (diesmal gegen IFK Helsinki), kriegt aber erst am vierten Spieltag seinen Ruhetag und trifft schon am Montag (27.12.) und nicht wie zuletzt immer erst im letzten Vorrundenspiel auf das Team Canada.

Ein Fragezeichen steht bei Davos hinter dem Torhüter. Jonas Hiller erfüllte in der Meisterschaft alle Erwartungen; alle übrigen Teams am Spengler Cup bauen indes auf ein Keepertandem, während bei Davos Hiller voraussichtlich alle Spiele bestreiten wird.

Mit Nummer 1 der Welt

NHL-Niveau garantieren nicht nur die Lockoutspieler, sondern auch Referee Bill McCreary, der am Spengler Cup als Gast Spiele arbitrieren wird. McCreary ist die Weltnummer 1 der Schiedsrichter.

Er blickt auf über 1300 NHL-Partien zurück, wurde als Head in den letzten elf Stanley-Cup-Finals eingesetzt und leitete die Finals an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City.

(von Rolf Bichsel/Si)

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