312'215 Holocaust-Opfer bekommen Entschädigungen
Spezialfonds für Holocaustopfer beendet seine Arbeit
publiziert: Donnerstag, 24. Jan 2002 / 16:59 Uhr

Genf - Der Spezialfonds für Holocaustopfer steht vor dem Abschluss seiner fünfjährigen Arbeit. 295 Millionen Franken wurden insgesamt 312'215 bedürftigen Überlebenden des Holocaust zugesprochen.

Die Begünstigten erhielten je 600 bis 2'000 Franken. Für einige sei es eine materielle Hilfe gewesen, sagte Fondspräsident Rolf Bloch in einer ersten Bilanz. Für viele Opfer sei es aber die erste internationale Anerkennung ihrer Leiden gewesen.

Der Spezialfonds war 1997, im Zuge der Debatte über die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, vom Bundesrat eingerichtet worden - als humanitäre Initiative, als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Naziregimes.

Die Gelder kamen bedürftigen Überlebenden des Holocaust zu Gute. Sie hatten nichts zu tun mit der Begleichung von nachrichtenlosen Vermögen im Rahmen des Bankenvergleichs, unterstrich Bloch.

Die ursprünglich von Banken, Industrie und Nationalbank in den Fonds einbezahlte Summe von 273 Millionen Franken wurde bis Ende 2001 durch Zinsen und Schenkungen um 25 Millionen auf knapp 298 Millionen erhöht.

(sk/sda)

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