Spezialisten aus Thailand zurück
publiziert: Samstag, 15. Jan 2005 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Jan 2005 / 15:13 Uhr

Zürich - An der Identifizierung von Flutopfern in Südostasien arbeiten auch zwei Dutzend Spezialisten aus der Schweiz. Ein erstes Team ist aus Thailand zurückgekehrt. Unter rund 1000 untersuchten Toten wurden noch keine Schweizer identifiziert.

Das Schweizer Team der Katastrophen-Opfer-Identifizierungsgruppe hat die Arbeit in Thailand beendet.
Das Schweizer Team der Katastrophen-Opfer-Identifizierungsgruppe hat die Arbeit in Thailand beendet.
Schweizer Experten für DIV (Desaster Victim Identification) sind seit dem 28. Dezember in der Region von Krabi in Thailand im Einsatz. Ein erstes DIV-Team mit neun Personen ist am Morgen in die Schweiz zurückgehrt. Ersetzt wird das Team durch neun andere Spezialisten, die heute Abend nach Thailand fliegen werden.

Die Arbeit vor Ort werde noch zwei bis drei Wochen dauern, sagte Hansjörg Ritter, strategischer Leiter des DIV-Teams, an einer Medienkonferenz am Flugenhafen Zürich. Insgesamt würden die Identifizierungsarbeiten noch Wochen oder Monate beanspruchen. Vor allem für die Untersuchungen des DNA-Materials braucht es Zeit.

100 Prozent sicher

Laut Ritter gilt eine Leiche erst dann als identifiziert, wenn eine hundertprozentige Sicherheit besteht. Ausserdem sei eine amtliche Beglaubigung durch die thailändischen Behörden notwendig.

Für die zurückgekehrten DIV-Spezialisten begann die Erholung von der sehr belastenden Arbeit mit einem Debriefing am Flughafen. Sie konnten ein erstes Gespräch mit Psychologen führen. Im Moment brauche ich keine weitere psychologische Betreuung, sagte der Forensiker Michel Perrier.

Übliche Arbeit

Die Arbeit in Thailand sei nicht anders gewesen als die übliche Arbeit, erklärte der Kriminaltechniker Alex Bircher. Die grosse Anzahl Toter sei das Aussergewöhnliche gewesen.

Die DIV-Spezialisten haben die Aufgabe, vor Ort Daten von toten Menschen zu erheben. Gleichzeitig werden in der Schweiz und anderen Ländern Daten von Vermissten beschafft. Gesucht werden zum Beispiel Zahnschemata oder Materialien wie Zahnbürsten oder Blutproben von Verwandten, welche die Erstellung eines DNA-Profils ermöglichen.

Diese Informationen werden in einem weiteren Schritt mit den vor Ort erhobenen Daten verglichen. Im besten Fall können danach die Opfer identifiziert werden.

(mo/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der Schriftzug das Dach der Vertretung zieren. mehr lesen 1
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der ... mehr lesen
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Basel 11°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
St. Gallen 15°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Bern 9°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Luzern 12°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Genf 12°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 11°C 14°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen stark bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten