Spezialisten untersuchen Giacometti-Gipse in Zürich
publiziert: Donnerstag, 28. Okt 2010 / 14:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Okt 2010 / 15:07 Uhr
Kunstwerke von Alberto Giacometti (1901-1966).
Kunstwerke von Alberto Giacometti (1901-1966).

Zürich - Gipse von Alberto Giacometti (1901-1966) werden bis 2014 am Kunsthaus Zürich erforscht, analysiert und restauriert. Es sei das aufwändigste Projekt seiner Art in der Geschichte des Werkes des Bergeller Künstlers, teilte das Kunsthaus am Donnerstag mit.

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Die hohen, schmalen Figuren sind typisch für Giacomettis Spätwerk. Rund 500 solcher Skulpturen aus Bronze, Holz, Stein und Gips besitzt das Kunsthaus, wie Kommunikationsleiter Björn Quellenberg auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Bereits heute stehen Giacomettis Werke in eigenen Räumen. Wenn der Kunsthaus-Erweiterungsbau 2015 fertig ist, möchte es auch die Gipse dauerhaft ausstellen. Aus diesem Anlass hat es jetzt das vierjährige Forschungs- und Restaurierungsprojekt an 80 Gipsen aus Giacomettis Pariser Atelier und aus seinem Heimatort Stampa GR begonnen.

500'000-Franken-Projekt

Für das 500'000-Franken-Projekt teilen sich laut Mitteilung drei Spezialisten während vier Jahren eine Vollzeitstelle. Unter der Leitung von Chefrestaurator Hanspeter Marty werden bis Sommer 2012 Material- und Objektanalysen, Literatur- und Archivrecherchen durchgeführt.

Die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage für die anschliessenden Erhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen. Zudem können sie den Wert der Figuren beeinflussen.

Wertvolle Spuren

Einige der Gipse tragen laut Mitteilung wertvolle Spuren. Manche hatte der Künstler bemalt, bei anderen Bleistiftmarkierungen gesetzt oder sie mit Schellack überzogen.

Von gewissen Spuren versprechen sich die Spezialisten Hinweise auf den Grad der Fertigstellung oder die Reihenfolge der Abgüsse. Andererseits kann eine völlig unversehrte Oberfläche darauf hinweisen, dass die Figur nie abgegossen wurde, also ein Unikat ist.

Manche wurden nie ausgegossen

Nicht alle der Gipsfiguren dienten nämlich als Giessform für die Bronzeskulpturen. Manche wurden nie ausgegossen. Ein Gips kann durchaus mehr Wert haben als die dazugehörige Bronzeplastik.

So wird etwa die Gipsfassung der «Buste d'homme» (1956) am 3. November bei Christie's in New York versteigert - der Schätzwert liegt bei 1,3 bis 1,8 Millionen Franken. Die gleichnamige Bronzeplastik (1956) kommt im März 2011 in Zürich mit einem Schätzwert von maximal 1,2 Millionen unter den Hammer.

(ade/sda)

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