Spionagesatelliten nach Start zerstört
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 08:32 Uhr

Tokio - Der Start einer japanischen Trägerrakete mit zwei Spionagesatelliten zur Überwachung Nordkoreas ist misslungen. Das Kontrollzentrum löste die Selbstzerstörung der H-2A-Rakete aus, wie ein Sprecher der Weltraumbehörde sagte.

Schon der ursprüngliche Start war verschoben worden.
Schon der ursprüngliche Start war verschoben worden.
Der Start um 05.33 Uhr MEZ von der Insel Tanegashima, rund tausend Kilometer südwestlich von Tokio, war anfangs nach Plan verlaufen. Dann habe es jedoch keine Chance gegeben, das Ziel der Mission zu erfüllen, sagte der Sprecher weiter. Genauere Angaben zu den der Ursache des Scheiterns machte er nicht.

Der ursprünglich für September geplante Start der H-2A-Rakete war bereits drei Mal wegen technischer Probleme verschoben worden.

Ende März hatte Japan erstmals in seiner Geschichte zwei Spionagesatelliten im All ausgesetzt. Auch diese beiden Satelliten dienen der Überwachung Nordkoreas, das darin eine Provokation sieht.

In Kürze sollen neue Gespräche über das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas beginnen. An den Gesprächen sind neben Japan, die USA, Nord- und Südkorea sowie Russland und China beteiligt. Eine erste Sechserrunde war im August ohne Ergebnis beendet worden.

Der Atomstreit, in dessen Verlauf Pjöngjang unter anderem den Atomwaffensperrvertrag aufkündigte, begann im Oktober 2002. Die USA warfen Nordkorea vor, Uran für den Bau von Atomwaffen anzureichern und damit gegen einen bilateralen Vertrag zu verstossen.

(bsk/sda)

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