Weitere Kämpfe in Syrien
Spital in Aleppo von Raketen getroffen
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 17:28 Uhr
Bei einem Angriff in Aleppo wurde eine Person verletzt.
Bei einem Angriff in Aleppo wurde eine Person verletzt.

Mekka - Aktivisten haben am Mittwoch aus verschiedenen Gebieten Syriens neue Kämpfe gemeldet, darunter auch aus der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Dort seien am Vortag Raketen der syrischen Luftwaffe in einem Spital eingeschlagen, berichteten eine Menschenrechtsgruppe und ein Arzt.

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Bei dem Angriff am Dienstag sei eine Person verletzt worden, sagte am Mittwoch ein Arzt im Al-Schifaa-Hospital. «Wir wären gestorben, wenn wir nur fünf Minuten länger dageblieben wären.» Zum Zeitpunkt der Einschläge hätten sich 15 Patienten im Spital aufgehalten. Sie seien alle verlegt worden.

Human Rights Watch sprach von einer Verletzung des internationalen Rechts. Die Menschenrechtsgruppe erklärte unter Berufung auf Spitalmitarbeiter, es hätten sich keine Kämpfer der Opposition in der Nähe befunden.

Weitere Kämpfe im Land

In der Stadt Manbidsch östlich von Aleppo versuchten Aufständische am Mittwoch die Kontrolle über einen wichtigen Damm zu übernehmen, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Demnach setzten die Streitkräfte bei den Gefechten um den Damm am Euphrat Kampfhelikopter ein.

Die örtlichen Koordinationskomitees berichteten von Kämpfen in der östlichen Provinz Deir Al-Sur, in der Region Idlib, und in Daraa. Auch in Damaskus kam es offenbar wieder zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen.

Hinter der im Bau befindlichen iranischen Botschaft steige Rauch auf, berichtete ein Aktivist aus der Hauptstadt. In der Nähe der Kämpfe befinde sich auch das Gebäude des syrischen Kabinetts.

Auch in der Nähe eines Grenzübergangs zur Türkei, den die Rebellen im vergangenen Monat eingenommen hatten, ist es nach Angaben von Aktivisten zu Kämpfen gekommen. Ein Sprecher in der türkischen Grenzstadt Reyhanli sagte, am Dienstag sei in dem Gebiet Gefechtslärm zu hören gewesen, bis zum Mittwochmorgen habe sich die Lage aber beruhigt.

(bg/sda)

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