Sportführer Raymond Gafner gestorben
publiziert: Dienstag, 26. Nov 2002 / 18:45 Uhr

(Si) In Lausanne ist mit Raymond Gafner einer der bedeutendsten Schweizer Sportführer im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Gafner prägte die olympische Geschichte des letzten Jahrhunderts wesentlich mit. Er war Ehrenmitglied des IOC.

Raymont Gafner
Raymont Gafner
22 Jahre lang, von 1969 bis 1991, amtierte Maître Raymond Gafner als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, und während Jahren fünf Jahren auch als dessen Administrateur délégué, eine Art Verwaltungsrats-Delegierter.

Nach seiner Aktivzeit als Eishockey- und Landhockey-Torhüter sowie als internationaler Schiedsrichter begann der Waadtländer Jurist seine sportpolitische Karriere mit 30 Jahren als Präsident des Schweizerischen Eishockey-Verbandes (1945 bis 1951). In diese Zeit fiel der letzte Schweizer Europameistertitel 1950 in London. Beruflich war der Rechtsanwalt von 1954 bis 1974 Direktor des Lausanner Kantonsspitals, bis 1980 Direktor der Waadtländer Universitäts-Spitäler.

Das Schweizerische Olympische Komitee (SOC), dem Gafner seit 1947 angehörte, präsidierte er während 20 Jahren von 1965 bis 1985. Bei den "goldenen Spielen" der Schweiz 1972 in Sapporo war er Missionschef. Beim Abflug in Kloten motivierte der begnadete Redner die erfolgreiche Schweizer Delegation mit einer zündenden Ansprache. Mit 70 Jahren schied er 1985 altershalber aus dem SOC, das ihn zu seinem Ehrenpräsidenten erkor.

1985 startete er auch seine Karriere als Administrateur délégué beim IOC und als Chefredaktor aller IOC-Publikationen. Er bestimmte in zahlreichen Kommissionen die Gangart des IOC mit. Daneben lebte der Sportführer, Anwalt, ehemalige Oberst und philosophische Denker auch seine schriftstellerische Ader aus. Zwischen 1983 und 1993 schrieb er sechs Romane im Zusammenhang mit dem Sport. Me Gafner versuchte stets die Lehren des IOC-Gründers Baron Pierre de Coubertin weiter zu entwickeln. Die Redewendung vom "olympischem Tourismus" geht auf Gafner zurück; er brandmarkte damit selbstzufriedene Olympiateilnehmer.

"Der Schweizer Sport verliert mit Raymond Gafner eine Persönlichkeit, die einen wesentlichen Beitrag an die Entwicklung der schweizerischen Sportbewegung geleistet hat", liess der Dachverband Swiss Olympic zum Hinschied seines Ehrenpräsidenten verlauten.

(fest/sda)

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