Spektakuläre Sprengung der traditionsreichen Sportstätte
Sprengung des Wankdorf-Stadions im ersten Anlauf misslungen
publiziert: Freitag, 3. Aug 2001 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Aug 2001 / 15:43 Uhr

Bern - Peinlich, peinlich! Das Schweizer Fernsehen berichtete live von der Sprengung des Berner Wankdorf-Stadions, doch die Einebnung der Sportstätte ist beim ersten Versuch nur teilweise geglückt. 23 Kilogramm Sprengstoff sollten das Schicksal des Stadions besiegeln. Nur zehn Sekunden dauerte die Sprengung, nun ist vom legendären Stadion nur noch wenig übrig. Ein Flutlichtmasten blieb aber stehen.

Durch eine spektakuläre Sprengung mit sechs Explosionen in Folge wurden die 54 Meter hohen Flutlichtmasten und das 110 mal 23 Meter grosse Dach der Haupttribüne teilweise zum Einsturz gebracht.

Drei der Flutlichtmasten stürzten in Richtung des ehemaligen Spielfelds, und das grosse Dach der Haupttribüne sank in sich zusammen. Der Südostturm jedoch widersetzte sich: Er stand auch nach der Sprengung noch an seinem ursprünglichen Platz, wenn auch auf wackligem Fundament. Der Flutlichtmasten wird nun mit dem Bagger umgerissen.

Aus Sicherheitsgründen wurde das Stadion im Umkreis von 300 Metern abgesperrt. Für die zahlreichen Zaungäste wurde auf der Grossen Allmend ein Zuschauerraum eingerichtet.

Das Medieninteresse an der Sprengung war nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland gross. Die Deutschen waren 1954 im Wankdorf-Stadion Fussball-Weltmeister geworden und sind deshalb an dessen Schicksal interessiert.

In den nächsten drei Jahren soll für rund 350 Millionen Franken ein multifunktionaler Stadion-Neubau mit Fussballarena und Einkaufszentrum entstehen. Im Sommer 2004 soll das neue Wankdorf-Nationalstadion, das 31'000 Zuschauern Platz bietet, eingeweiht werden.

(sk/sda)

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