Spritzbesteck wird öfter untereinander ausgetauscht
publiziert: Donnerstag, 2. Sep 2004 / 15:59 Uhr

Bern - Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt vor einer möglichen Zunahme des Austausches von Injektionsmaterial unter Heroinabhängigen. Es beruft sich dabei auf die Statistik der ambulanten Suchtberatung für das Jahr 2002.

Spritzbesteck sollte man nicht verleihen.
Spritzbesteck sollte man nicht verleihen.
Der gemeinsame Gebrauch von Injektionsmaterial ist ein wichtiger Faktor für die Verbreitung von Aids. Die jährlich durchgeführte Statistik der ambulanten Behandlung und Betreuung im Alkohol- und Drogenbereich (SAMBAD) ergab für 2002 einen Anstieg dieses risikoreichen Verhaltens, wie das BAG mitteilte.

Demnach benutzten 6,6 Prozent der Ratsuchenden im Monat vor der Erstkonsultation bei einer Beratungsstelle ihr Material zusammen mit anderen Süchtigen. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 3,2 Prozent.

Die Zahlen wiesen zwar nicht darauf hin, dass sich der Anteil HIV-positiver Personen erheblich verändert habe, schreibt das BAG. Doch müsse genau verfolgt werden, wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickle.

Wesentliche Veränderungen gegenüber den Daten von 2001 habe die SAMBAD-Erhebung 2002 ansonsten nicht gezeigt. So sind nach wie vor die meisten Ratsuchenden aus dem Suchtbereich Männer (70 %).

Zwischen Alkohol- und Heroinabhängigen bestehen markante Unterschiede. So ist der Anteil jener Personen, die ihren Lebensunterhalt selber bestreiten, bei den Heroinabhängigen etwas kleiner und liegt bei 37 % für Männer und 30 % für Frauen. Bei den Alkoholikern sind es 48 % und 33 %.

Unterschiedlich ist auch der Anteil jener Personen, die Sozialhilfe in Anspruch nehmen: Unter den Heroinabhängigen sind dies 31 % der Ratsuchenden, unter den Alkoholikern lediglich 11 %.

Gegenläufig waren auch die Tendenzen zum Therapieabbruch: Bei den Ratsuchenden mit Heroinproblemen ging dieser Anteil von 2001 auf 2002 von 56 auf 49 % zurück. Bei den Alkoholabhängigen stieg der Anteil dagegen von 41 auf 47 % an.

Die SAMBAD-Statistik wird seit 1994 erhoben. Befragt werden psychosoziale Einrichtungen und Beratungsstellen aus dem Suchtbereich. 2002 beteiligten sich insgesamt 273 Beratungsstellen an der Umfrage.

(fest/sda)

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