St.Gallen verpflichtet Ausländer zu Deutschkursen
publiziert: Freitag, 11. Dez 2009 / 13:15 Uhr

St. Gallen - Der Kanton St. Gallen verpflichtet Ausländer, die nicht aus EU- oder EFTA-Staaten stammen, zum Besuch von Deutschkursen. Das «St. Galler Modell» sei verbindlicher als die zaghaften Pilotversuche in anderen Kantonen, sagte Regierungsrätin Kathrin Hilber.

Wer sich nicht an die Integrations-Vereinbarung hält, riskiert den Verlust der Aufenthaltsbewilligung. (Archivbild)
Wer sich nicht an die Integrations-Vereinbarung hält, riskiert den Verlust der Aufenthaltsbewilligung. (Archivbild)
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Das seit 2008 geltende Ausländergesetz gibt den Kantonen die Möglichkeit, mit Ausländern Integrations-Vereinbarungen abzuschliessen. Die Regierungsrätinnen Kathrin Hilber und Karin Keller-Sutter informierten über das «St. Galler Modell».

Integration verpflichte Ausländer wie Behörden, sagte Hilber als Vorsteherin des Departements des Innern. Das Modell definiere klar Zielgruppe, Zuständigkeiten und Erwartungen an die Fremdsprachigen. Gleichzeitig werde die öffentliche Hand verpflichtet, Angebote für die Integration bereit zu stellen und mitzufinanzieren.

Bruno Zanga, Leiter des kantonalen Ausländeramts, rechnet mit rund 500 Integrations-Vereinbarungen pro Jahr. In den Pilotkantonen des Bundes (Baselstadt, Baselland, Zürich und Solothurn) seien bislang insgesamt nur 50 Vereinbarungen abgeschlossen worden.

Wegen mangelnder Deutschkenntnisse schlecht integriert

Betroffen sind vor allem Ausländerinnen und Ausländer, die zu ihrem in der Schweiz lebenden ausländischen Ehegatten ziehen. In erster Linie sind Personen gemeint, die wegen mangelnder Deutschkenntnisse schlecht integriert sind, sagte Zanga.

In einer schriftlichen Vereinbarung werden diese Personen zum Besuch eines Sprachkurses verpflichtet. Wer sich nicht an die Vereinbarung hält, riskiert den Verlust der Aufenthaltsbewilligung. Bei erfolgreicher Integration winke als Bonus bereits nach fünf Jahren eine Niederlassungsbewilligung, sagte Karin Keller-Sutter. Üblicherweise dauert dies zehn Jahre.

(zel/sda)

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Vielsprachiges Abenteuer
Da ich Englisch, Hochdeutsch und Schweizerdeutsch im tagtäglich brauche, neige auch ich dazu, zwischen den Sprachen hin- und herzuswitchen (ups, schon wieder ....) und sie auch zu vermischen. und manchmal, wenn ich in Frankreich war, schleicht sich sogar ein Brocken Französisch dazwischen.

Aber nein, der Urahn meiner Familie ist vor vielen Generationen eingewandert, damals kamen und gingen die Leute offenbar noch nach Lust und Laune ohne Probleme zu kriegen.

Und da tritt unerwartet eine fremdsprachige nahe Bekanntschaft in mein Leben und plötzlich spiele ich auch noch Deutschlehrer und verlange Kursbesuche, was auch prompt befolgt wird. Ich sehe dabei auch, wie schwierig es ist eine vollkommen fremde Sprache zu lernen wenn vorher KEINE Kenntnisse vorhanden sind. Klar kann ich mich problemlos auf Englisch unterhalten, aber ich verlange trotzdem streng: Deutsch lernen!

Das sage ich schon lange, Integration beginnt mit Sprachkenntnissen. Also macht es den Ausländern nicht so schwer, die Landessprache der Region zu lernen und wenn die das nicht selber wollen, darf es auch ruhig einmal eine Verpflichtung sein. Was am Ende zählen sollte, ist allerdings das Resultat und nicht der Weg. Hoffentlich prüft man am Ende auch, ob der Ausländer auch tatsächlich die geforderte Niveaustufe erreicht hat. Die Zeiträume sollen realistisch sein und, na klar, die Anforderung soll für alle gelten, sofern sie die geforderte Niveaustuve nicht bereits bei der Einwanderung haben.
30 Jahre darauf gewartet
Schon seit dreissig Jahren, sage und schreibe ich allen, die es hören und lesen möchten.

Schulung, Schulung und nochmals Schulung.

Ich dachte, es würde nochmals 30 Jahre dauern, aber gewissen PolitikerInnen und Verwaltungs-Verantwortlichen, musste wohl der Schwanz eingeklemmt werden, dass Sie ihre Denkfaulheit aufgeben und sich aufmachen, um etwas mal ordentlich in Angriff zu nehmen. Aber nur Fast ( siehe mein PS )

Ich erinnere mich:

Vor über vierzig Jahren, es war die erste Generation von Türkischen Staatsangehörigen - diese kamen auf unseren Wunsch in die Schweiz - wurden in der jeweiligen Fabrik oder Unternehmung, zum Teil auch mit Türkischen Ingenieuren vor Ort, die neben English auch Deutsch kannten, die neuen Fabrik-Mitarbeiter zu Deutschkursen animiert und in Abendkursen ausgebildet.

Das muss damals lokal und unauffällig geschehen sein.

Und ich zufälliger Zeuge solcher Ereignisse ...

Denn es brauchte eigentlich mehr als dreissig Jahre, bis dieser Bedarf an Schulung, sowohl für die Schweizerische Bevölkerung als auch für die Heutigen Ausländer ( ZuzüglerInnen ) erkannt wurde, und wirklich bitter nötig ist.

Viele der damaligen Ausländer, sind Schweizer, zum Teil in der dritten Generation.
Zumeist unauffällig. Manchmal erkenen wir sie erst dann, wenn sie vom perfekten jeweiligen Schweizer Dialekt auf türkisch und dann wieder fliessend zurück in den schwiizer Dialekt fallen.

Im Lift, beim Einkaufen oder am Tisch nebenan im Restaurant ...
Kein Kopftucht, kein Turban, nichts verklemmtes...
Eigentlich Moderne Europäer so wie Sie oder ich ..

Und es ist erstaunlich melodiös, diese Sprache.

Einige Wissenschaffende behaupten, es sei ein Abkömmling von Sumerisch ...

Ich selber habe auch ein Erlebnis hier zu berichten:

Am Flughafen bei der Gepäckabgabe, habe ich mal einen typischen Vertreter dieser Spezies am Nebenschalter erlebt, der offensichtlich mit seinen betagten Eltern türkisch, dann ohne Gedankenpause sofort zu seinem Kollegen neben sich in etwas in Englisch und mit dem Fräulein an dem Schalter Hoch-Deutsch und mit seinen kleinen Kindern Schwiitzertütsch sprach ...

Ich dachte nur. Chapeaux ...

Und jetzt auch mein Chapeaux nach St. Gallen.

Macht weiter so!

Gruss

PS: Nur macht doch keine Unterschiede mit denjenigen weil EU-Bürger oder aus EFTA-Staaten.
Auch diese sind doch Fremd hier, wenn Sie neu hierher kommen....
Oder Nicht ?
.
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