CVP-Nationalrat Müller verlässt die CVP
St. Galler CVP-Nationalrat Thomas Müller wechselt zur SVP
publiziert: Sonntag, 16. Jan 2011 / 09:18 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Jan 2011 / 09:50 Uhr
Thomas Müller, St. Galler CVP-Nationalrat.
Thomas Müller, St. Galler CVP-Nationalrat.

St. Gallen - Der St. Galler CVP-Nationalrat Thomas Müller wechselt die Partei. Der 58-Jährige wird künftig für die SVP politisieren. Er wolle sich in wichtigen Fragen nicht mehr in Widerspruch zur Mehrheitsmeinung in der Fraktion stellen müssen, sagte er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».

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Über die CVP werde er nie etwas Schlechtes sagen. Aber: Was er gegenüber früher vermisse, sei das «konsequente Einstehen» für weniger Steuern und Abgaben oder gegen den Druck aus dem Ausland. «Das kann ich nicht allein, sondern nur mit einer Fraktion im Bundeshaus, die auf diesem Kurs politisiert», sagte Müller.

Für Schlagzeilen sorgte Müller mit einem Nazi-Vergleich während einer Bankgeheimnis-Debatte im Nationalrat im Jahr 2009. Über den damaligen deutschen Finanzminister Peer Steinbrück sagte er, dieser definiere das Bild des hässlichen Deutschen neu. «Er erinnert mich an jene Generation von Deutschen, die vor sechzig Jahren mit Ledermantel, Stiefel und Armbinde durch die Gassen gegangen sind.»

Müller, der auch Stadtpräsident von Rorschach und früher den FC St. Gallen präsidierte, ist seit Dezember 2006 für die CVP im Nationalrat. Bei den Wahlen im Herbst 2011 will er nun für die SVP antreten.

Noch kein Austrittsschreiben

Die St. Galler CVP habe von Müller noch kein Austrittsschreiben erhalten, sagte Jörg Frei, Präsident der kantonalen CVP auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Wechsel von Müller komme zwar überraschend, in seinem Abstimmungsverhalten sei er aber oft nahe der SVP gestanden.

Der Übertritt Müllers ist nicht die erste Fahnenflucht bei der CVP St. Gallen. Im März 2008 war Barbara Keller-Inhelder aus Rapperswil-Jona als CVP-Kantonsrätin wiedergewählt worden. Kurz darauf wechselte sie ebenfalls zur SVP. Die St. Galler CVP wehrte sich dagegen bis vor Bundesgericht, bekam aber nicht Recht.

In Müllers Fall hätte es gar keinen Sinn, rechtlich vorzugehen, sagt Frei. Wichtig sei, dass im Herbst der dritte St. Galler CVP-Sitz im Nationalrat gehalten werden könne. Am 10. März entscheidet die Kantonalpartei über die Listengestaltung. Neben Müller sitzen Jakob Büchler und Lucrezia Meier-Schatz für die CVP St. Gallen im Nationalrat.

(asu/sda)

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also zuerst einmal...
... spende ich eine Runde Mitleid für die arme, unverstande und misshandelte SVP. Ach.... es sind alle so gemein zu denen.
Und nein, das haben sie nicht gesagt. Erst im zweiten Post haben Sie die Bünder ausgeschlossen. Und ja, die restlichen (also nicht bündner) BDP Nationalräte hätten konsequenterweise zurücktreten sollen. Konnte ich aber nachvollziehen, da der Ausschluss so dumm war und es fast ganze 4 Jahre bis zu den Neuwahlen gedauert hätte. Herr Müller wollte ja einfach nicht mehr in der CVP sein weil er nie auf der Parteilinie politisierte und dafür kritisiert wurde. Und es dauert mal gerade ein paar Monate bis zu den NR-Wahlen.
Und ja selbstverständlich, finde ich alles doof was die SVP macht. Aber ich bin auch wahrlich keine Freundin der BDP. Und ist mir grundsätzlich auch egal, wenn sich die Bürgerlichen gegenseitig zerfleischen. Aber eben, Stil ist Stil. Den kann man nicht kaufen, den hat man oder nicht.
sagte ich doch tschuetta
Es kommt also doch darauf an wer es ist. Schlumpf hat ja gewusst das sie rausgeworfen wird.Aber was ist mit den Anderen ausser den Bündnern, Es trat keiner zurück aus Stilgründen. Alle behalteten ihren Sitz und warteten nicht auf die nächsten Wahlen, um sich alls BDP wählen zu lassen. Das heisst die BDP ist die stilloseste Partei der Schweiz ? Sie sind sicherlich anderer Meinung, weil doch jeder Fall anders ist und es doch darauf ankommt welche Partei was macht.
Sie haben
meine vorherigen Posts darüber vielleicht nicht gelesen.
Ich bin durchaus erfreut, dass der Papst Stellung bezog. Ebenso, dass Darbellay was dazu sagt.

Ich bin allerdings erstaunt darüber, dass man solange damit gewartet hat und sich in der Zwischenzeit in Verharmlosung der Gefahren übte.

Beim Papst weiss ich, dass er diesen Themenkreis schon lange im Auge behält.

Bei Darbellay dachte ich spontan, dass er ein Wahlkampfthema gefunden habe.
Die Idee, die Entwicklungshilfe von Bedingungen abhängig zu machen, hat er zwar von der CSU abgekupfert, er kann mir aber durchaus beweisen, dass er das Ganze nachhaltig angehen will und dass es keine Eintagsfliege im Programm bleibt.
Lustig
Irgendwie amüsant wie Sie in letzter Zeit ein "neues" Feindbild gefunden haben in der CVP. Ich freue mich schon darauf wenn Sie noch weiter nach rechts abdriften und auch noch die FDP als linkes Elend bezeichnen.
Äpfel mit Birnen verglichen
Entschuldigen Sie bitte, aber das ist Unsinn was Sie da schreiben. Die SVP hat Frau Widmer-Schlumpf rausgeschmissen. Sie ist nicht freiwillig gegangen. Dieser unsäglich, unddemokratische Trotzaktion der SVP mit dem Ausschluss der Bünder Fraktion ist mit der Stilfrage gar nicht gerecht zu werden. Und by the way, die Bundesratswahl ist Majorz, im Gegensatz zum Proporz des Nationalrates.
Stilfrage?
Da möchte ich Sie doch Fragen tschuetta, ob Sie bei der BDP das gleiche geschrieben hätten ?
So viel wie ich weiss , ist dort bei der Abspaltung auch niemand zurückgetreten,sondern haben dierekt weitersgemacht ohne auf Neuwahlen zu warten.Ist es nicht so Das die SVP immer mit eiem anderen Massstab gemessen wird als die anderen Parteien? Partei wechsel ist Parei wechsl ob abspaltung oder andere Gründe. Widmer Schlumpf hätte nach Ihnen demzuvolge auch zurücktreten müssen, aus stiel gründen.Die hat die Partei hintergangen und hat erst noch einen Partei wechsel gemacht.Sie hätte auch als Parteilose auf die nächsten Wahlen warten können.
Wäre es Ihnen denn
recht gewesen, Darbellay hätte sich zu den Ermordungen von Christen nicht geäussert, so nach dem Motto "solange ich nichts Dummes sage, können die Anderen immer noch annehmen, ich dächte etwas Gescheites". Über seine Be- und Empfindlichkeiten kann ich Ihnen leider auch nichts Verbindliches berichten. NB: Der Papst ist immer noch katholisch und war über die Morde auch nicht gerade begeistert.
Dann aber auch bitte Rücktritt
War das nicht der, der auch die Faschismuskeule gegen den, zugegebenermasse anstrengenden, Peer Steinbrück geschwungen hat? Also, der ist ja in der SVP genau richtig. Passt wie Ar... auf Eimer.

Aber wenn der nur einen Hauch von Stil besitzen würde, wäre er zuerst zurückgetreten oder bei den nächsten Wahlen erst für die SVP angetreten. Aber so,... Aber Stilfragen, das ist für den SVP-Dunstkreis wohl ein Buch mit 1000 Sigeln.
Das dachte sich wohl auch
Darbellay, als er vollmundig tönte, Entwicklungshilfe sei nur noch an Staaten abzugeben, die ihre Christen nicht unterdrückten und töteten.

Da hat er sich doch glatt mit der Entwicklungshilfeindustrie angelegt.

Die wird, korrigieren Sie mich Bogoljubow, wenn ich was Falsches schreibe, meist von SP/CVP als sicherer Arbeitsort und Einnahmequelle gesehen.

Er sagte dies als Reaktion auf die Morde in Ägypten.
Will er so kurz vor den Wahlen noch das C in CVP betonen oder hat er genug davon, die andere Wange hinzuhalten und den Schmerz auf der schon getroffenen auszublenden?

Dass die Kopten und die Christen allgemein weltweit vor allem von Moslems unterdrückt werden, ist nicht wirklich neu.
http://www.portesouvertes.ch/de/Verfolgung/verfolgungsindex/weltverfol.../

Wenn man sieht, wieviele Schweizer auch dieses Jahr in den genannten Ländern Ferien machen, kann Darbellay nur hoffen, dass potentielle Wähler nicht darunter sind.
Die CVP taugt
offenbar doch noch wenigstens als Feindbild. Viel Feind - viel Ehr!
 
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