St. Galler Tagblatt, 13. Juli 2004: Die eigene Firma als Alternative
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 15:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Aug 2004 / 15:04 Uhr

Eine neue Firmengründerwelle soll über das Land schwappen. Warum die Schweiz dies braucht und wie Venturelab angehenden Jungunternehmern hilft, erklärt Beat Schillig.

Unsere Botschaft an Studierende und Start-ups ist: Was andere Jungunternehmen können, das kann ich auch.
Unsere Botschaft an Studierende und Start-ups ist: Was andere Jungunternehmen können, das kann ich auch.
Herr Schillig, warum braucht die Schweiz mehr innovative Jungunternehmen?
Beat Schillig: Jedes Produkt, jeder Markt, jede Industrie haben ihren Lebenszyklus. Die Textilindustrie beispielsweise hat einst zur Blüte der Schweizer Wirtschaft und zu unserem Wohlstand beigetragen. Heute ist das meiste bis auf ein paar Spezialitäten ins Ausland abgewandert. Um das Wachstum der Schweizer Wirtschaft zu beleben und im internationalen Vergleich mitzuhalten, brauchen wir neue Arbeitsplätze in neuen Märkten. Dazu können wertschöpfungsintensive, zukunftsträchtige Start-up-Unternehmen mit hohen Wachstumsraten entscheidend beitragen und den Strukturwandel beschleunigen.

Gerade unter den Jungunternehmen ist aber die Rate jener, die Konkurs gehen oder vorher aufgeben, besonders hoch.
Schillig: Es gehört zur Natur der Sache, dass Start-ups mit Risiken behaftet sind. Untersuchungen an der Fachhochschule St. Gallen mit 600 Jungunternehmen zeigen aber mittlere Wachstumsraten von 19 Prozent bei der Beschäftigung und 23 Prozent beim Umsatz. Dies wohlgemerkt im Schnitt über alle Jungunternehmen, auch jene, die irgendwann untergegangen sind. Ich betone nochmals: Wir brauchen mehr Firmen in stark wachsenden Sektoren. Wenn wir es nicht machen, macht es jemand anders. Der PC oder das Internet basieren auf Entwicklungen in der Schweiz. Davon profitiert haben aber Unternehmen im Ausland.

Warum entwickelt sich das Unternehmertum, wie es in Ihren Unterlagen heisst, in der Schweiz «halbherzig und langsam» im Vergleich zum Ausland?
Schillig: Es fehlt an Unternehmermentalität, am unternehmerischen Wissen und am Mut zum Risiko. Eine Innovation zu entwickeln, ist das eine. Sie zur Marktreife zu führen, was anderes. Unternehmertum war in der Lehre lange kein Thema. Als ich Mitte der 80er-Jahre bis 1990 an der HSG studiert habe, wurden wir zu Konzernsoldaten ausgebildet. Wir wurden gar nicht mit der Idee konfrontiert, als Alternative ein eigenes Unternehmen zu gründen. So hat sich keine Unternehmens- und keine Risikokultur entwickelt.

Wie wird daran gearbeitet, das zu ändern?
Schillig: Von Nutzen ist alles, was das Thema Start-ups an die Öffentlichkeit bringt und Netzwerke schafft. Jungunternehmerpreise zum Beispiel: diese sind inflationär, aber sie machen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam und motivieren Firmengründer. Zudem sind sie genau so wie Kontakt-Plattformen eine ausgezeichnete Chance, neue Leute zu treffen, Kontakte zu knüpfen und Türen zu öffnen. So entstehen Netzwerke. Jungunternehmer sind einsam. Mit wem sollen sie sich über unternehmerische Belange austauschen, wenn nicht mit anderen Unternehmern? Nicht zuletzt sind Kontakte auch wichtig für die Finanzierung, auf die innovative Start-ups angewiesen sind. Die Banken vergeben kaum Kredite an solche Jungunternehmen. Es sind vor allem private Investoren, und hier fassen Business-Angel-Netzwerke Fuss.

Was bietet die Initiative Venturelab?
Schillig: Venturelab will eine neue Gründerwelle auslösen. Wir wollen in Kursen Studierende motivieren, die Gründung einer eigenen Firma ins Auge zu fassen und ihnen das Wissen dafür vermitteln. Zentral ist die Vermittlung der Botschaft: Wenn es dieser Jungunternehmer geschafft hat, kannst Du das auch. Wir arbeiten mit erfahrenen Start-up-Unternehmern zusammen sowie mit Hochschulen und Universitäten, denn auch der Wissenstransfer von der Lehre in die Praxis ist entscheidend. Unser Ziel ist es, von 2005 bis 2007 pro Jahr 1500 Studierende und 400 Jungunternehmer zu bedienen. Meine Vision ist es, dass die von uns begleiteten Unternehmen 10 000 Arbeitsplätze bis 2010 schaffen. Gereifte Projekte werden an das Bundesprogramm KTI-Start-up weitergereicht, das Jungunternehmen coacht und das KTI-Start-up-Label vergibt.

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